Software hilft beim Ausfüllen der Formulare für den Lohnsteuerjahresausgleich
Steuerprogramme bieten immer mehr Komfort

Kaum etwas eint die Deutschen Steuerzahler mehr, als ihre Abscheu vor der nächsten Steuererklärung. Beim Ausfüllen der Formulare fühlen sich selbst Wirtschaftswissenschaftler überfordert. Kein Wunder, dass die Schar der Steuerberater weiter zunimmt. Wer sich den Steuerberater nicht leisten will, dem bieten seit einigen Jahren Software-Programme Hilfe an. Von Jahr zu Jahr werden sie in der Bedienung einfacher und gleichen sich gegenseitig immer weiter an.

HB DÜSSELDORF. Die gängigen Steuerprogramme kosten zwischen 15 und 40 Euro und können von der Steuer abgesetzt werden. Sie helfen beim Ausfüllen, und in der Regel drucken sie die amtlichen Formulare gleich mit aus. Insgesamt gibt es ein gutes Dutzend Steuerprogramme auf dem Markt, die sich grob in zwei Segmente einteilen lassen: Zum einen die etwas teuereren Programme (rund 40 Euro), die mit umfassenden Handbüchern ausgeliefert werden. Sie wenden sich an den Normalverbraucher ohne tiefere Steuerkenntnis und an Selbstständige. Zu den bekanntesten Programmen dieser Gruppe gehören das "Wiso Sparbuch", der "Taxman" und die "Steuer-Spar-Erklärung".

Zur zweiten, etwas günstigeren Gruppe (etwa 15 Euro), gehören Programme wie "QuickSteuer" und "t@x", die einige Features weniger anbieten. Sie enthalten keine exakte Gewinnermittlung und sind damit nicht für Selbstständige geeignet. In den Regalen von Aldi und Tchibo finden Schnäppchenjäger zudem abgespeckte Billigangebote, die auf dem Programm "Taxman" basieren.

Die Hersteller versprechen, den Nutzer Schritt für Schritt durch die Steuererklärung zu leiten, und an den richtigen Stellen Tipps zum Sparen zu geben. Meist lotst die Software den Steuerzahler in Interviewform durch die Formulare. Zusätzliche Tipps gibt es entweder in Textform auf dem Bildschirm oder über einzelne Videosequenzen, in denen ein Moderator die Hintergründe erläutert.

Mit einfachen Fällen kämen die Programme sehr gut zurecht, sagt Joachim Bernhart, Vorstand des Lohnsteuerhilfevereins Hilo in München. Er sieht aber dennoch einen Haken: Das Problem sei, dass man als Laie kaum erkennen könne, ob man selbst ein einfacher Fall ist: "Im Gespräch mit Beratern entpuppen sich vermeintlich einfache Fälle oft als sehr komplex". Zwar fragten gute Programme die Problemfelder systematisch ab, doch müsse man oft lange Fragenkataloge abarbeiten, und ohne Gespür für Steuerfragen überlese man dann schnell wichtige Punkte.

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