Software
Kamera optimiert Fotos

Die Ifa in Berlin mausert sich zur Fotomesse. Große Kamerahersteller von Canon bis Sony zeigen hier ihre neuen Digitalkameras. Dabei wird klar: Einsteigergeräte und Ultrakompaktkameras setzen sich von Fotohandys durch mehr Qualität und Extras ab. Die Zukunft liegt in intelligenter Gesichtserkennungssoftware und Verwackelschutz - auch ohne Stativ.

BERLIN. Im Highend-Bereich buhlen digitale Spiegelreflexkameras um die Gunst ambitionierter Hobby- und Profi-Fotografen. Doch auch Kompaktkameras für den Normalnutzer werden immer raffinierter: Bildstabilisatoren, Megazooms mit 18fach-Brennweite und Weitwinkel sind die Trends. Sanyo zeigt in Berlin sogar einen digitalen Camcorder, der sich auch als Fotokamera eignet. Die neue und sehr kleine Xacti HD1000 mit vier Megapixeln zeichnet Videos in Full HD-Qualität auf. Auf eine vier Gigabyte-große SD-Karte passen ganze 43 Minuten Film. "Der Trend geht zur Full-HD", sagt Sanyo-Sprecherin Simone Kiri.

Mit einer neuen Software in der Kamera realisiert Sony einen besonderen Gag: Eine Gesichtserkennung sorgt dafür, dass der Auslöser genau dann klickt, wenn der Anvisierte lächelt - eine Grins-Automatik sozusagen. Demnächst wird auch Olympus auf diese Weise Kunden Gute-Laune-Fotos bescheren.

Panasonic stattet seine Kameras mit einer Bewegungserkennung aus, die prüft, ob sich etwas rasch im Motiv bewegt, woraufhin automatisch die Belichtungszeit angepasst wird. "Intelligente Bildverarbeitungssoftware, die in Kompaktkameras integriert wird, ist ein starker technologischer Trend und eine echte Hilfe für wenig computeraffine Nutzer", sagt Michael Schidlack, Bereichsleiter Consumer Electronics & Digital Home beim Branchenverband Bitkom. Neben Software, die rote Augen beim Blitzen automatisch korrigiert und Verwackelschutz bietet, komme immer öfter Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz, durch die der Fotografierte optimal ausgeleuchtet, scharf konturiert und eben auch lächelnd aufgenommen wird. "Bald wird es auch Kameras geben, die darauf achten, dass niemand mit geschlossenen Augen abgelichtet wird", blickt der Bitkom-Mann in die nahe Zukunft. "Eine sehr sinnvolle Neuerung ist der HD-Ausgang für Digitalkameras, durch den die Bilder direkt über das hochauflösende Fernsehgerät angesehen werden können, was ein echter Qualitätssprung ist, da die volle Pixelzahl der Aufnahmen tatsächlich ausgenutzt werden kann", sagt Schidlack.

Der Trend zu immer höherer Auflösung scheint ungebrochen. Fast schon üblich sind zwölf Megapixel - womit, so Schidlack, bereits eine sinnvolle Grenze erreicht ist. Jedenfalls finden sich kaum Kameras, mit weniger als vier Megapixeln - allein schon, um sich gegenüber Fotohandys abzusetzen. Botschaft: Für den Schnappschuss nebenbei mögen Handys taugen, zum Fotografieren braucht man aber eine richtige Kamera. Schließlich mangelt es Fotohandys an Einstellmöglichkeiten, und die Reaktionszeiten sind zuweilen quälend lange.

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