Software teilt Daten zu
Datendrehscheibe im PC-Netz

Die Zeit von unbefugten Zugriffen oder ungewolltem Löschen von Computerdaten hat, wenn es nach Softwarehersteller Adobe geht, bald ein Ende. Das Unternehmen arbeitet an Systemen, die auf sogenannten „intelligenten Dokumenten“ basieren. Diese wissen nicht nur selbst, wo es langgeht, sie wissen auch, wo der Benutzer direkt Hilfe bekommt.

HAMBURG. Wenn Unternehmen wüssten, was sie wissen – Firmen sammeln Unmengen von Informationen in ihren Rechnersystemen, die Herausforderung besteht darin, diese sinnvoll zu nutzen, beispielsweise um Geschäftsprozesse zu optimieren oder die Kundenbindung zu verbessern. Der Softwarehersteller Adobe hat jetzt ein Programm vorgestellt, das jedem Nutzer – innerhalb wie außerhalb des Unternehmens – die Informationen zur Verfügung stellt, die speziell für ihn bestimmt sind. Im Mittelpunkt stehen so genannte „intelligente Dokumente“. „Diese wissen, wer sie geschrieben hat, wie sie entstanden sind und was mit ihnen passieren darf“, erklärt Peter Körner das Konzept, der als leitender Manager den Geschäftskundenbereich bei Adobe Deutschland in München betreut.

Die Nachfrage nach Dokumentenmanagementsysteme (DMS) und anderen Lösungen, um Unternehmensdokumente zu verwalten, ist groß. Davon profitierten Anbieter wie die US-Softwareunternehmen EMC, Open Text oder das im Herbst 2006 von IBM gekaufte Unternehmen Filenet. Aber auch deutsche Dokumentenspezialisten wie Actiware in Augsburg oder Easy Software in Mühlheim mischen in dem Markt mit.

Doch das Geschäft ist längst kein Selbstläufer mehr. 70 Prozent der Unternehmen hat dem Verband der EDV-Software-und -Beratungsunternehmen in Aachen zufolge bereits DMS-Lösungen im Einsatz. Die Softwareanbieter versuchen deshalb mit Zusatzfunktionen zu punkten, die über das reine Erstellen, Verwalten und gesetzeskonforme Speichern der Dokumente hinaus gehen.

Ein Bereich ist hier die Absicherung wichtiger Geschäftsunterlagen und Konstruktionszeichnungen. Hier gibt es in vielen Unternehmen noch Nachholbedarf, sagt Ulrich Kampffmeyer, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Projekt Consult Hamburg. „Die meisten Firmen haben bislang noch nicht einmal Richtlinien, die festlegen, welche Information mit welchen Mitteln geschützt wird“, sagt der Berater. Oft sei es dem Sicherheitsbedürfnis des Einzelnen oder der Abteilung überlassen, mit welchem Verfahren welche Inhalte geschützt werden.

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