Software-Test
Virtuelle Fahrt mit der Modelleisenbahn

Mit EEP 3.0 fügt der Trend Verlag dem nicht gerade kleinen Arsenal von Modelleisenbahnsimulationen eine weitere hinzu. Der Nachfolger des Programms Eisenbahn.exe Professional gefällt mit einer detaillierten 3-D-Grafik und großem Funktionsumfang.

HB DÜSSELDORF. Wie bei einer echten Modelleisenbahn nehmen Planung und Aufbau der virtuellen Anlage allerdings sehr viel Zeit in Anspruch, was aber nicht zuletzt den Reiz der Simulation auch ausmacht. Eben ein Programm von Eisenbahnliebhabern für Eisenbahnliebhaber.

Die Software ist lauffähig unter Windows 98, ME, XP und verlangt als Mindestkonfiguration einen PC mit 500 Mhz schnellem Prozessor und 128 MB Arbeitsspeicher. Das sollte man aber nicht all zu ernst nehmen, denn selbst auf dem leistungsstarken Testrechner (Fujitsu Siemes Scaleo 600) mit 3,06 Gigaherz und 512 MB Hauptspeicher ruckelte der Zugbetrieb auf komplexeren Anlagen mit vielen Details doch erheblich. Insgesamt mach die Grafik einen ordentlichen Eindruck, rechtfertigt jedoch nicht die hohen Systemvoraussetzungen. Nettes Detail: Die Zugfahrten können als Videodatei gespeichert und z.B. an Freunde verschickt werden.

Die Anlagenplanung erfolgt im 2-D-Modus, gefahren wird in 3-D. Doch bevor es losgeht, empfiehlt sich ein aufmerksames Studium des Handbuchs. Denn ohne dies wird selbst der Bau eines einfachen Schienenkreises mit einer Lok zum Problem. Leider gibt es weder ein Tutorial, noch erklärt sich das Programm von selbst.

Hat man diese Hürden jedoch überwunden, kann es endlich losgehen. Ruck zuck sind die ersten Gleise, Brücken und Weichen gebaut. Die Objekte können überwiegend per Maus gedreht, gebogen und angepasst werden. Allerdings ist die Steuerung recht hakelig und macht so präzises Arbeiten unmöglich. Der geübte Gleisbauer wird daher schnell auf manuellen Gleisbau umsteigen, was in einem Pop-Up Fenster einfach erledigt wird. Hier tippt man dann Werte wie Winkel, Länge und Position ein. Alles in allem ist der Gleisbau aber ziemlich umständlich.

Sind Strecken, Bahnhöfe, Städte und Landschaften angelegt, geht es in der 3-D-Ansicht weiter. Jetzt können Lokomotiven und Wagons eingesetzt und Züge zusammengestellt werden. Der Spieler kann seine Züge aus der Vogelperspektive verfolgen oder die Sicht des Zugführers wählen. Zusätzlich gibt es einen Kameramodus mit dem man sich frei über die gesamte Anlage bewegen kann, um z.B. auch durch die Strassen seiner Stadt zu wandern. Der Fahrbetrieb wird wie bei großen Vorbild, der Deutschen Bahn, durch Signale gesichert und gelenkt. Die Bahn überprüfte übrigens auch alle Modelle auf Originalgetreue, was den realistischen Eindruck noch verstärkt.

Fazit: An EEP haben alle Spaß die auch an einer echten Modelleisenbahn Spaß haben und auch Lust haben ein paar Stunden oder sogar Tage in ihre Anlage zu stecken. Für den schnellen Einstieg liefert der Hersteller auch ein paar fertige Anlagen mit. Wer lieber nur Lokführer ist, greift lieber zu Programmen wie dem Microsoft Train Simulator oder baut sich in Wirtschaftsspielen wie Railroad Tycoon 3 eine Eisenbahngesellschaft auf, die immer pünktlich ist. EEP kommt in einer aufwendigen nostalgischen Metallbox, die sich angenehm von den üblichen DVD Plastik Hüllen abhebt. Kostenpunkt: 44,95 Euro.

Internet: www.eep3.com

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%