Sonderbarer Patentantrag
Google will das Display zerreißen

Ein kurioses Patent von Google ist von der US-Patentbehörde veröffentlicht worden: Es geht um Displays, die zerrissen werden und ihre Inhalte entsprechend anpassen können. Anwendungen könnte es im Einzelhandel geben.

BerlinManche Patentanträge klingen nach Zukunftsmusik, andere wirken schlicht abstrus. Googles kürzlich veröffentlichter Antrag hat von beidem etwas: Er beschreibt ein zerreißbares Display. Die Idee dahinter ist, dass ein dünner Bildschirm wie Papier zerrissen werden kann und sich dabei die angezeigten Inhalte anpassen.

Google macht das in seinem Antrag mit verschiedenen Beispielen deutlich: So könnte ein zerreißbares Display etwa die klassische Suchanzeige nach einem entlaufenen Hund ersetzen. Wird ein markierter Teil am unteren Ende des Such-Displays abgerissen, könnten darauf ein kleines Bild des Tieres und die Telefonnummer erscheinen.

Ein anderes Beispiel sieht zerreißbare Displays im Einzelhandel: Hier könnten sie in der Grundkonfiguration für Produkte werben, die abgerissenen Teile hingegen könnten als Coupons fungieren. Beim Abreißen soll das Display andere Inhalte anzeigen können.

Technisch gesehen soll ein derartiges Display mit verschiedenen Bildschirmtechnologien hergestellt werden können. Google nennt im Patentantrag in Substrat gegossene LCDs, E-Paper oder OLED als denkbare Technologien. Auch eine Mischung der Bauarten soll denkbar sein.

Die abgerissenen Display-Teile müssen über eine eigene Stromversorgung und einen Prozessor verfügen. Im Display wären kleine Sensoren eingebaut, die die Reißbewegung erkennen.

Um zu ermöglichen, dass Stücke vom Display abgerissen werden können, soll das Trägermaterial entsprechend manipuliert sein. Denkbar sind hier Abbruchkanten im Substrat oder von vorneherein getrennte Display-Teile, die durch elektrisch leitende Verbindungen miteinander verbunden sind. Google nennt hier unter anderem Magnet- oder auch Klettverbindungen.

Ob aus dem Patentantrag jemals ein fertiges Produkt wird, ist ungewiss. Ein Patentantrag muss nicht zwingenderweise zu einem neuen Gerät führen.

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