Sony hat das Nachsehen
Intel und Microsoft setzen auf HD DVD

Im Kampf um den Standard der neuen DVD-Generation haben sich die Branchen-Schwergewichte Microsoft und Intel für die vor allem von Toshiba propagierte Variante entschieden. Sony hat mit seinem Blu-Ray-Standard das Nachsehen.

HB SEATTLE. Der größte Software- und der größte Chiphersteller der Welt kündigten an, dass ihre Produkte das HD-DVD-Format künftig unterstützen würden. HD DVD habe größere Chancen, sich durchzusetzen, als das von Sony vorangetriebene Blu-ray. Die Technologie sei kompatibler zu den herkömmlichen DVDs. Die Speichermedien könnten zudem billiger produziert werden.

Analysten werteten die Entscheidung von Microsoft und Intel als wichtigen Erfolg für HD DVD. Gerry Kaufhold von In-Stat wies auf die dominierende Position der beiden Unternehmen in ihren jeweiligen Märkten hin. Beide Konzerne liefern Technologie für neun von zehn verkauften Computern weltweit. Aber der Kampf um die neue DVD-Generation und neue milliardenschwere Gewinne werde noch lange weiter gehen. Denn wichtige Hollywood-Studios wie Walt Disney, Sony Pictures and Twentieth Century Fox hätten Filme in Blu-ray angekündigt.

Beide Formate sollen hoch auflösende und damit schärfere Videobilder liefern und mehr Daten auf einer Scheibe ermöglichen. HD DVD wird von Toshiba, NEC und Sanyo unterstützt, Blu-ray von Sony, Samsung und Matsushita. Toshiba teilte am Dienstag mit, den weltweit ersten PC entwickelt zu haben, der HD-DVD-Scheiben lesen könne. Das Gerät solle Anfang 2006 in Japan zu haben sein. Ein Termin für die Markteinführung in anderen Ländern stehe noch nicht fest.

Zum Hören: Blue-Ray kontra HD-DVD - Gerangel um die DVD-Nachfolge

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