Sony rechnet mit Preisverfall
LCD-Geräte immer besser und billiger

Flachbildschirmfernseher sind die gefeierten Stars der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Dabei hat sich nach Einschätzung der Stiftung Warentest auch die Qualität der LCD- und Plasma-Geräte deutlich verbessert. Obendrein rechnen die Hersteller mit einem deutlichen Preisverfall.

HB BERLIN. Der japanische Elektronikriese Sony erwartet im laufenden Jahr einen Preisverfall bei LCD-Flachbildfernsehern von etwa einem Drittel. "Ich hoffe, dass sich das im kommenden Jahr auf 20 bis 25 Prozent reduziert und sich danach weiter verlangsamt", sagte Sonys Europachef Fujio Nishida im Reuters-Interview am Rande der Branchenmesse. Die Renditen des Unterhaltungselektronik-Herstellers kämen zwangsläufig unter Druck. "Es gibt noch viel Luft bei der Reduktion von Kosten für das Panel und für Komponenten", sagte er. Das Panel aus Flüssigkristallen ersetzt beim LCD-TV die herkömmliche Bildröhre.

Es werde noch zwei bis drei Jahre dauern, bis sich hochauflösendes Fernsehen (HDTV) in Europa durchsetzen werde, erwartet der Manager. Bislang gibt es hier nur sehr wenige Sender, die ihr Programm in HD-Qualität ausstrahlen. Sony wolle die Kunden von den Vorteilen von HDTV überzeugen, das ein bis zu fünf Mal so scharfes Bild liefert wie herkömmliche Röhrengeräte. Sein Haus wolle den Käufern beispielsweise vorführen, wie sie von der Verknüpfung ihrer HD-Videokamera mit dem Fernseher profitieren könnten. "Das boomt jetzt nicht, aber zumindest können wir es im Laden vorführen", sagte Nishida. "Das ist alles, was wir tun können."

Sharp bläst zum Angriff

Unterdessen bläst Konkurrent Sharp zum Großangriff auf den europäischen Fernsehermarkt. "Wir wollen unseren Marktanteil hier in etwa drei Jahren auf zwölf bis 15 Prozent verdoppeln", sagte Europa-Chef Toshiyuki Tajima. Ein brandneues Produktionswerk in Polen solle Sharp helfen, sein Ziel zu erreichen. An diesem zweiten Standort in Europa nach Barcelona wollen die Japaner Panels und komplette Geräte ihrer "Aquos"-Serie bauen. Tajima hat vor allem den osteuropäischen Markt im Visier. Etwa in Ungarn, Tschechien und der Slowakei seien die Wachstumsraten des Markts für LCD-Fernseher noch höher als im Westen. Auf eine Preisschlacht mit den zahlreichen anderen Anbietern wolle sich Sharp nicht einlassen. "Wir versuchen nicht, Marktanteile mit Geld zu erkaufen", beteuerte Tajima.

Sharp arbeitet in Europa mit dem größten deutschen TV-Hersteller Loewe zusammen. Das fränkische Traditionsunternehmen fertigt Elektronikkomponenten für Sharps Luxussegment, während die Kronacher ihre Panels unter anderem von den Japanern beziehen. Sharp hatte Loewe vor wenigen Jahren vor dem Ruin bewahrt und ist an dem Unternehmen, das inzwischen vor allem Oberklasse-Modelle baut, mit gut einem Viertel beteiligt.

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