Sonys E-Book-Reader auf dem Markt
Neuer Anlauf für das digitale Buch

Start frei für Sonys E-Book-Reader PRS-505: Vom heutigen Mittwoch an ist das Gerät in Deutschland auf dem Markt. Damit startet mehr als acht Jahre nach dem Scheitern der ersten Buchlesegeräte ein neuer Versuch zur Digitalisierung der Buchlektüre. Und die Konkurrenz steht bereits in den Startlöchern.

ap FRANKFURT/MAIN. Neuer Anlauf für die Digitalisierung der Buchlektüre: Der E-Book-Reader von Sony stellt sich ab dem heutigen Mittwoch dem Urteil des Marktes. Mehr als acht Jahre nach dem Scheitern der ersten Buchlesegeräte wie Rocket eBook und Softbook Reader unternimmt jetzt der Sony-Reader PRS-505 einen neuen Versuch. In den Startlöchern stehen aber bereits zwei weitere Geräte, so dass für interessante Impulse gesorgt ist.

Alle drei Reader nutzen die Technik der "elektronischen Tinte" (E-Ink), die zwei wesentliche Vorteile bietet: Die Buchstaben auf dem Bildschirm erscheinen gestochen scharf, und Strom wird nur beim Umblättern benötigt. Größter Nachteil: Bislang ist nur die Schwarz-Weiß-Darstellung möglich. Beim US-Unternehmen E-Ink, das die Technik entwickelt hat, wird aber bereits an der Farbdarstellung gearbeitet.

Zu einem Preis von 299 Euro kommt der Sony-Reader mit seinem gut neun mal zwölf Zentimeter großen Bildschirm (800 mal 600 Pixel) dem Eindruck einer gedruckten Papierseite recht nahe. Das matte Display gibt das Schriftbild auch aus einem schrägen Blickwinkel gut erkennbar wieder. Der Verzicht auf eine Hintergrundbeleuchtung schont den Akku und sorgt für eine flimmerfreie Darstellung.

Größte Schwäche des Geräts ist der überforderte Prozessor. Es dauert teilweise mehrere Sekunden, bis eine Seite umgeblättert ist. Dabei flackert das Display jedes Mal für den Bruchteil einer Sekunde schwarz auf.

Der interne Speicher von 192 MB reicht nach Angaben des Herstellers für etwa 160 Bücher. Mit Speicherkarten in zwei Formaten (SD und Memory Stick) lässt sich dies beliebig erweitern.

Wichtiger als die technischen Details ist aber das Geschäftsmodell für den elektronischen Vertrieb der E-Books. Elf Jahre nach den ersten MP3-Playern sollte die Verlagsbranche aus den Fehlern im digitalen Musikvertrieb gelernt haben. Weil die ersten digitalen Musiktitel zu teuer und obendrein mit einem rigiden Copyright-Schutz versehen waren, fanden die Verbraucher Wege zum Kopieren und massenhaften, wenn auch illegalen Verbreiten.

Seite 1:

Neuer Anlauf für das digitale Buch

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%