Cloud-Verwaltung Intune
Microsoft schickt Windows in die Wolken

„Cloud Computing leicht gemacht“ – unter diesem Motto will Microsoft kleine und mittelständische Unternehmen einen ersten Schritt weit in die Cloud locken. Windows Intune ermöglicht die eine zentrale Verwaltung von PCs über das Internet.
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DüsseldorfAuch in kleinen und mittelgroßen Betrieben wird häufig eine Vielzahl von Computern eingesetzt. Während in großen Unternehmen für die zentrale Verwaltung dieser Rechner meist spezielle Software zum Einsatz kommt, erfolgt dies in mittleren Unternehmen häufig noch einzeln und händisch. Das ist aufwendig und teuer.

Microsofts neue Mittelstands-Lösung Intune soll Aufwand und Kosten einer solchen zentralen Verwaltung stark reduzierten. Vor allem Mittelständler können ihr Rechnernetz so zentral über das Internet steuern. Die verwalteten Rechner müssen dabei nur ans Internet angeschlossen sein - somit sind auch PCs in Zweigstellen konfigurierbar.

Für 11 Euro im Monat lassen sich über Intune Verwaltungsaufgaben wie Updates und Sicherheitseinstellungen wie die Firewall-Konfiguration zentral steuern. Der Vertrag wird mit einer Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen. Die Software wird per Browser mit installiertem Silverlight-Plugin gesteuert – und ist damit nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden.

Um die Software zu nutzen, ist auf den PC, die verwaltet werden sollen, lediglich eine Basis-Lizenz wie Windows XP Enterprise notwendig. Ein Update auf Windows 7 Enterprise ist dabei automatisch enthalten - wer will, kann die Windows-Versionen im Unternehmen damit auf den neuesten Stand bringen und harmonisieren. Unterstützt werden aber auch alle anderen Windows-Betriebssysteme ab Windows XP mit installiertem Service Pack 2.

So lange das Abonnement besteht, darf der Kunde die jeweils neueste Enterprise-Version von Windows auf allen Client-Rechnern einsetzen. Microsoft verspricht mit Intune außerdem den Schutz vor Schadsoftware durch die integrierte Sicherheitssoftware Forefront.

Einer Analyse der IT-Marktforscher von IDC zufolge können Unternehmen pro PC bis zu 702 Dollar durch Intune sparen. Für Microsoft ist das Angebot auch ein Test, ob Mittelständler den ersten Schritt in die Cloud wagen. Ziel ist es, kleineren Unternehmen eine Art „Windows as a Service“ zu bieten, zitiert das IT-Nachrichtenportal crn.de den Microsoft-Sprecher Brad Anderson.

Intune wurde unter Einbeziehung von weltweit mehr als 10.000 Beta-Testern erprobt. Interessierte Reseller können das Produkt kostenlos 30 Tage auf 25 PCs testen. Das Angebot richtet sich an Microsoft-Partner, die Intune wiederum ihren Kunden verkaufen sollen.

Stephan Dörner
Stephan Dörner
Handelsblatt Online / Mitarbeiter

Kommentare zu " Cloud-Verwaltung Intune: Microsoft schickt Windows in die Wolken"

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  • Um Botnetze, Würmer oder trojanische Pferde brauche ich mir als Abnehmer des wolkigen Dienstes auch keine Gedanken mehr zu machen. Die kommen bei Bedarf vom per Wolkenbetreiberknopfdruck runter "geregnet".

    Nichts gegen die Cloud, aber seine Provider sollte man doch mit Bedacht auswählen.

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