Google gegen Microsoft
Kampf der Giganten in der Cloud

Schon lange gab es keine solch opulente IT-Schlacht mehr: Microsoft auf der einen, Herausforderer Google auf der anderen Seite des Feldes. Es geht um nicht weniger als die Vormachtstellung in Millionen Büros weltweit.
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DüsseldorfDer Platzhirsch ist träge geworden mit den Jahren - und angreifbar. Die Konkurrenten wollen etwas abgreifen vom lukrativen Geschäft, denn es  ist noch immer riesig groß. Mehr als 90 Prozent aller PCs in deutschen Unternehmen laufen mit einem Betriebssystem von Microsoft, dem US-Softwaregiganten aus Redmond, im Bundesstaat Washington. Bei Anwendungen für den Arbeitsplatz, den sogenannten Office-Lösungen, liegt der Marktanteil fast genauso hoch. Für Microsoft sind beide Produktbereiche allein schon wegen der Marktstellung die absoluten Gewinnbringer. Die Zahlen, die der US-Konzern zuletzt vorgelegt hat, konnten sich sehen lassen: Im Geschäftsbereich „Business Devision“, in dem Office & Co zusammengefasst sind, lag der Umsatz 2010 bei rund 19 Milliarden Dollar. Auch das neue Geschäftsjahr lief gut an. Mit einem Bruttoumsatz (Gross margin) von mehr als 80 Prozent lag Microsoft über den Erwartungen der Analysten; die operative Marge betrug fast 44 Prozent.

Alles läuft nach Plan, zumindest scheint es so. Doch der Schein trügt: Die guten Zahlen sind vor allem auch sich überlappende Produktzyklen zurückzuführen, die sich in einem frühen Reifegrad befinden; das führt naturgemäß zu hohen Stückzahlen und den entsprechenden Umsätzen - noch. Denn Konkurrenten werden mutiger, attackieren den Softwareriesen – Cisco, IBM, Oracle, allen voran Google, das im Office Markt angreift.

Der Suchmaschinenbetreiber hat in den vergangenen zehn Jahren die IT-Industrie kräftig durcheinander gewirbelt. Geld verdient Google vor allem mit der Vermarktung von Werbeflächen in Online-Medien, mit seiner kostenlosen Suchmaschine im Internet. Doch der Angreifer hat sich gewandelt, sich längst andere Geschäftsfelder gesucht, die unabhängig von der Konjunktur auf dem Werbemarkt attraktiv sind.

Googles Ziel ist es, regelmäßige und langfristige Lizenzumsätze zu erzielen. Besonders gut eignen sich hierfür Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Office-Applikationen, Collaboration und Communications, also Lösungen für die Zusammenarbeit von Mitarbeitern, deren Zielgruppe in der Regel Unternehmen sind. Damit zielt Google direkt auf die sprudelnden Geldquellen von Microsoft.

Die wichtigste Waffe für den Frontalangriff sind die sogenannten „Google Apps“. Unter dieser Marke bietet Google seit 2006 die Möglichkeit, über eine Internetverbindung online mit (Office)-Applikationen zu arbeiten. Es ist gibt sowohl eine kostenpflichtige Variante, als auch eine werbefinanzierte, kostenlose Version. Für die kostenpflichtige berechnet Google 40 Euro im Jahr pro Nutzer. Unternehmen erhalten dafür Email, Kalender, Text und Tabellen sowie Kooperationslösungen.

Mittlerweile bietet der Suchmaschinenbetreiber auch Auslagerungen einzelner Aufgabenbereiche, sogenannter Workloads wie Email-Dienste oder Verbindungsschnittstellen (Konnektoren) zu vorhandenen IT-Infrastrukturen an. Nach Unternehmensangaben haben sich mittlerweile weltweit rund drei Millionen Unternehmen für das Angebot entschieden. In Deutschland allerdings ist der Markterfolg eher mäßig. Fehlendes Vertrauen in Datensicherheit und ein vergleichsweise dünnes Netz an Implementierungspartnern sorgt für Zurückhaltung bei den IT-Entscheidern - noch.

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  • ...und immer schön alle Geschäftsdaten, Kontakte, Angebote, Lieferscheine, Rechnungen, neueste Entwicklungen, Programme, Personal-Akten in die Cloud hochladen; natürlich auch immer als Startseite und für Dienste und all die cookies und tracker bedienen ! Danke !

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