Hacker
Kriminelle entdecken Vorzüge des Cloud Computing

Immer mehr Firmen und Privatleute verschicken ihre Daten über Internet oder speichern sie gar mittels Cloud Computing auf fremden Servern. Die Angriffsfläche für Hacker wächst damit, doch man sich schützen.
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München/San FranciscoNoch nie war es so einfach, sich Zugang zu einem Rechenzentrum zu verschaffen. Eine Telefonnummer, eine Kreditkarte, eine Rechnungsadresse und ein paar andere Angaben genügen, um sich bei Internetkonzernen wie Amazon oder Google anzumelden. Und schon stehen riesige Serverkapazitäten, ein gigantischer Speicherplatz und zahllose Programme weltweit rund um die Uhr online zur Verfügung. Cloud Computing nennt sich das Konzept, mit dem sich Firmen die Ausgaben für eigene Hardware und deren Wartung sowie die dazugehörigen Programme sparen können.

Doch es sind nicht nur Unternehmen, die einen Blick auf die Rechenzentren der IT-Dienstleister geworfen haben. Es sieht ganz danach aus, als hätten auch Kriminelle die Vorzüge der Wolke für sich entdeckt. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge sollen Ganoven die Computer von Amazon dazu genutzt haben, um Sony anzugreifen. Hacker haben von den Festplatten des Unterhaltungselektronik-Konzerns aus Japan jüngst Daten von mehr als 100 Millionen Kunden geklaut.

Und fast täglich werden weitere Attacken bekannt. Das ist nicht weiter überraschend, schließlich verschicken Firmen und Privatleute immer mehr Informationen über das Netz. Inzwischen sind mehr als 50 Millionen Deutsche online. Der Berg an Daten wird so laufend größer - und damit auch die Angriffsfläche für Kriminelle.

Datenschützer prangern schon seit längerem an, dass viele Webseiten oder Onlineshops bei der Anmeldung viel mehr persönliche Informationen verlangten, als sie eigentlich bräuchten. Dadurch erhöhe sich das Risiko für die Kunden erheblich. Der jüngste Fall von Datenklau: Am Wochenende teilte der japanische Spielekonzern Square Enix mit, dass auf mehreren seiner Online-Spieleseiten 25000 E-Mail-Adressen gestohlen worden seien. Zudem kamen die Lebensläufe von 350 Stellenbewerbern abhanden.

Das Unternehmen, das einst die Kunstfigur Lara Croft erschaffen hat, will nun alle Betroffenen persönlich anschreiben. Die Seiten seien sofort vom Netz genommen worden, teilte Square Enix mit. Persönliche Angaben im Zusammenhang mit den E-Mail-Adressen seien nicht entwendet worden, ebenso wenig Kreditkarteninformationen.

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