iCloud
Apples sanfte Geister-Wolke

Apple macht es anders als Google und Microsoft und wählt einen "sanften Weg" in die Wolke. Die Cloud soll für den Anwender unsichtbar im Hintergrund ihre Arbeit verrichten.
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Am Montag zeigte Apple-Chef Steve Jobs erstmals, wie das Unternehmen die Zukunft der privaten Computernutzung sieht: Nicht die gesamte Anwendung wandert bei den Kaliforniern in die Cloud, sondern lediglich die Daten, die so an jedem Gerät immer synchron sind. Das hat Gründe: Noch immer haben native Applikationen - also solche, die auf den Geräten direkt und nicht im Internet laufen - Vorteile.

Zwar versucht insbesondere Google mit seinen Cloud-Anwendungen wie Google Text und Tabellen das Bediengefühl nativer Anwendungen so gut wie möglich nachzuahmen - doch perfekt gelingt das nicht. Anders als native Anwendungen sind die Cloud-Applikationen nicht speziell auf das jeweilige Gerät abgestimmt. So ist die Bedienung bei Google Text und Tabellen beispielsweise immer gleich - egal, ob es sich um ein Gerät mit herkömmlicher Maus- und Tastatur-Steuerung oder ein Tablet-PC mit Multitouch-Steuerung handelt.

Auch Apple strebt an, Anwendungen - wie beispielsweise die Textverarbeitung Pages - über alle Plattformen hinweg bereitzustellen. Doch anstatt die gesamte Anwendung in die Cloud zu verlagern, gibt es für jede Plattform eine eigene App: jeweils für Mac, iPhone- und iPad-Nutzer - und jede kostet extra. Einen Vorteil der Cloud will Apple künftig dennoch nutzen: Die Daten bleiben auf allen Geräten synchron. Ein Dokument, was zuletzt auf dem Mac bearbeitet wurde, kann künftig auch auf dem iPad bearbeitet werden - und Apples unsichtbare "Geister-Cloud" merkt sich dabei auch noch die aktuelle Seite.

Der Vorteil: Die genannten Anwendungen bleiben auf das jeweilige Gerät abgestimmt. Anwendungen auf Geräten mit Touch-Steuerung benötigen deutlich größere Schaltflächen, um sie bequem bedienen zu können. Der Aufruf einer App ist außerdem einfacher als der Aufruf von Anwendungen über den Browser - auch wenn Google hierbei mit seinem Browser Chrome und der "Installation" von Apps Fortschritte macht. Das funktioniert allerdings nur innerhalb des Apple-Universums. Wer Windows oder Linux auf dem PC nutzt, muss auf die Anwendung weiterhin verzichten.

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