Smartphone
VMWare trennt Privates und Geschäftliches

Mit dem Siegeszug der Cloud nutzen immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen ihre privaten Smartphones. IT-Verantwortlichen macht das Sorgen, denen VMWare nun mit einer Virtualisierung begegnen will.
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HannoverAus eins mach viele - das ist das Prinzip Virtualisierung, bei denen aus einem physikalischen Gerät mehrere virtuelle gemacht werden. Dabei startet ein Betriebssystem im Betriebssystem, wodurch die Anwendungen, die in beiden Systemen laufen, strikt von einander getrennt sind. Virtualisierung wurde bisher vor allem Servern, vereinzelt auch auf Desktop-Rechnern praktiziert.

Nun soll dieses Prinzip auch auf Smartphones Einzug halten: Auf der Cebit in Hannover stellte VMWare ein erstes Android-Smartphone mit virtualisierter Umgebung vor. Mit einem Klick startet der Anwender ein Android-Betriebssystem im bereits laufenden System - um Privates und Geschäftliches sauber zu trennen.

Der Vorteil für IT-Administrationen im Unternehmen: Sie können genau kontrollieren, was die Mitarbeiter auf ihren Geräten installieren. Die virtuelle Arbeitsumgebung ist vom eigentlichen Smartphone komplett getrennt. Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk wird nur über die virtuelle Umgebung gewährt.

Damit können Mitarbeiter ein einzelnes Gerät nutzen und privat damit machen, was sie wollen, während die geschäftliche Umgebung strikt kontrolliert bleibt. Das ist vor allem interessant, wenn Mitarbeiter auf Anwendungen wie Daten über ihre Smartphones und Tablets zugreifen wollen.

Auf der Cebit hatte Handelsblatt Online Gelegenheit mit Paul Strong, Technikchef von VMware für Europa den Nahen Osten und Afrika, zu sprechen. "Sie bekommen alle bekannten Eigenschaften der Servervirtualisierung, wie eine sichere Isolation der Anwendungen", sagte Strong.

Bereits im Dezember 2010 hatte VMWare eine Partnerschaft mit LG bei der Smartphone-Virtualisierung angekündigt. Die Lösung soll im Laufe des zweiten Quartals 2011 auf den Markt kommen. "Derzeit stehen wir in Verhandlungen mit vielen Herstellern und Mobilfunkprovidern", sagte Strong im Gespräch mit Handelsblatt Online.

Die virtuelle Umgebung erlaube es IT-Administratoren beispielsweise auch, "Copy & Paste", also das Ausschneiden und kopieren zwischen Anwendungen in beiden Systemen, zu unterbinden, so Strong. Derzeit fokussiere sich VMWare bei mobilen Geräten auf das Android-System. "Wir könnten dasselbe allerdings prinzipiell auch mit jedem anderen Betriebssystem machen", so der Technik-Chef. Je nachdem, wie sich Kundennachfrage entwickle, seien daher auch Virtualisierungs-Umgebungen für andere mobile Betriebssysteme denkbar.

Stephan Dörner
Stephan Dörner
Handelsblatt Online / Mitarbeiter

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