Spielekonsolen
Microsoft bringt offenbar neue Xbox

Erfolge wie mit Halo 3 können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Absatz von Microsofts Spielekonsole Xbox360 noch immer weit hinter der Konkurrenz von Nintendo hinterherhechelt. Nach unbestätigten Berichten des Online-Magazins „Betanews“ will Microsoft deshalb noch in diesem Monat als Gegenmaßnahme eine Billigversion der Konsole herausbringen.

DÜSSELDORF. Der Verkauf des gewaltbetonten Fantasy-Abenteuerspiels Halo 3 übertrifft selbst die hohen Erwartungen des Herstellers. Der Umsatz alleine mit diesem Spiel habe in nur einer Woche 300 Mill. Dollar erreicht, teilte Microsoft am Donnerstag mit. Kein anderes Videospiel habe sich in dieser kurzen Zeitspanne jemals so gut verkauft. Auch der Absatz der Konsole Xbox360, für die das Spiel gemacht ist, hätte sich in diesem Zeitraum verdoppelt, genaue Zahlen wurden aber nicht genannt. Extra zum Start des Kult-Spiels hatte der Konzern eine eigene „Halo-Edition“ herausgegeben.

Erfolge wie jetzt mit Halo 3 können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Hardware-Absatz der Spielekonsole Xbox360 generell noch immer weit hinter der Konkurrenz von Nintendo („Wii“) hinterherhechelt. Nach unbestätigten Berichten des Online-Magazins „Betanews“ will Microsoft deshalb noch in diesem Monat als Gegenmaßnahme eine Billigversion der Konsole herausbringen, die sich vor allem an Spieler einfacher so genannter Casual Games richtet. Betanews beruft sich auf angeblich kurzzeitig irrtümlich freigeschaltete Internetangebote von Amazon.com und Toys R Us.

Der Preis soll demnach deutlich unter dem der heute billigsten Xbox360-Version von 249 Dollar (ohne Festplatte) liegen. Nintendos Wii kostet ebenfalls 249 Dollar.

Die Microsoft-Aktie reagierte am frühen Donnerstag in New York nicht auf die Erfolgsmeldung. Die Nintendo-Aktie hat sich in knapp über einem Jahr mehr als verdoppelt und erreichte neue Rekordwerte. Die Investmentbank Goldman Sachs hat zur Wochenmitte eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Nintendo könne zu einer Art Apple der Videosspieleindustrie werden, heißt es. Grund sei die kreative Art, neue Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle zu kreieren, die sowohl Apple als auch Nintendo erkennen ließen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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