Spieletest „Until Dawn”
Horror-Spiel mit Schmetterlingseffekt

Eigentlich wollten ein paar Studenten nur eine Party feiern. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. „Until Dawn” orientiert sich an Horrorfilmen wie „Saw” - allerdings hat die Digitalisierung nur teilweise geklappt.
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BerlinEin namenloser Berg, irgendwo im Nordosten der USA. Eigentlich wollten ein paar College-Studenten nur eine Party feiern. Doch dann läuft ein Streich aus dem Ruder, am Ende sind zwei der zehn Freunde spurlos verschwunden.

Ein Jahr später treffen sich die Übriggebliebenen an gleicher Stelle wieder - zum Gedenken und zum Weiterfeiern. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass hier etwas nicht stimmt: Warum gibt es keinen Strom? Wer schleicht da durch den Wald? Und was sind das für Geräusche aus dem Keller?

Das Gameplay von „Until Dawn” besteht im Wesentlichen nur aus Herumlaufen, dem Sammeln und Betrachten von Hinweisen und Actionszenen mit Reaktionstests: „Jetzt Quadrat drücken!”. Wichtig sind stattdessen Story und Atmosphäre - großes Vorbild sind offensichtlich Horrorfilme wie „Scream” und „Saw”.

Das fängt bei den Charakteren an, zwischen denen man im Verlauf der Handlung immer wieder wechselt. Vom sensiblen Witzbold über die clevere Schüchterne bis zur nicht ganz so cleveren Ballkönigin ist alles dabei, was Genre-Fans auch aus dem Kino kennen. Gleiches gilt für die Schauplätze: Mit einer einsamen Hütte, einer verlassenen Irrenanstalt und einem geschlossenen Bergwerk gewinnt Entwickler Supermassive Games auf jeden Fall keinen Originalitätspreis.

Dass „Until Dawn” trotzdem funktioniert, hat mehrere Gründe: Erstens ist die Story trotz aller Klischees spannend. Zweitens beeindruckt das Spiel technisch. Wenn die Figuren mit einer Taschenlampe durch dunkle Gänge schleichen - was sie im Spielverlauf ständig tun - kommt dank realistischer Lichteffekte echte Gruselstimmung auf. Der aufwendige Orchestersoundtrack erledigt den Rest.

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Horror-Spiel mit Schmetterlingseffekt

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Selbst harmlose Situationen haben massive Auswirkungen

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