Sprache im Internet
Weblogs und die Liebe zum Ich

Die Kommunikationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts scheint die Rolle der Blogger noch nicht wirklich fassen zu können. Jetzt haben Wissenschaftler das Phänomen der Online-Tagebücher genauer unter die Lupe genommen. Ihre Studie sucht nach Antworten auf die Frage, ob Blogger die besseren Journalisten sind.

DÜSSELDORF. Wer sich für die Entwicklung der deutschen Sprache interessiert, darf das Internet nicht ignorieren. Es ist längst zum Sammelbecken von Wortvirtuosen geworden. Allen voran die Verfasser von Online-Tagebüchern entwickeln eine eigene Sprache mit spezifischen Darstellungsformen. Blogger heißen diese Netz-Autoren. Als Weblogs oder Blogs bezeichnet man die Texte, die sie schreiben.

Seit einiger Zeit findet eine lebhafte Diskussion statt um die Frage, ob Blogger mit Journalisten gleichgesetzt werden können. Immerhin äußern beide Meinungen, weisen auf Unregelmäßigkeiten hin und geben Informationen weiter. Häufig haben solche Blogs die Anmutung eines journalistischen Kommentars. Oft scheinen sie dieselbe, aufklärende Funktion zu haben wie der gedruckte Leitartikel eines Chefredakteurs.

Was also unterscheidet Weblogs von journalistischen Kommentaren in Zeitungen und Zeitschriften? An der International School of Management in Dortmund (ISM) sind wir dieser Frage mit empirischen Methoden nachgegangen. Für die Studie „Sprachliche Merkmale von Weblogs“ wurden 1000 Texte ausgewertet, je zur Hälfte Blogs und journalistische Kommentare. Insgesamt wurden mehr als 350 000 Wörter erfasst.

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