Spyware
Alltägliche PC-Spionage

Auch wenn viele Anwender glauben von Spionage nicht betroffen zu sein, verrät der PC vielfach vertrauliche Daten an vollkommen unbekannte Angreifer.

hiz DÜSSELDORF. Steigende Bedrohungen, so der Sicherheitsanbieter Symantec, sehen Sicherheits-Manager durch die steigende Verbreitung von Spionageprogrammen (Spyware), Werbebanner-Software (Adware) sowie Bot-Infizierungen. Laut Erkenntnissen der Meta Group zählen solche Risiken zu den Hauptproblemen im IT-Bereich. Allein das Reinigen infizierter Clients kann mehr als 20 Prozent des gesamten Arbeitsaufwands eines Helpdesks einnehmen. Spionageprogramme, die noch vor einem Jahr geringe Priorität in den meisten IT-Sicherheitsplänen erhielten, haben sich von einem Ärgernis zu einer erheblichen Belastung für Sicherheit und Support entwickelt.

Spionageprogramme, so die Erkenntnisse, tragen vertrauliche Daten zusammen, indem sie Tastatureingaben aufzeichnen, Bildschirmaufnahmen ausführen und E-Mail-Korrespondenz sowie Instant-Messaging-Nachrichten überwachen. Sobald die gewünschten Informationen zur Verfügung stehen, werden die Daten mit Hilfe von Programmen wie Gator, Hotbar und Cydoor an Dritte weitergegeben. Da Spionageprogramme auf vertrauliche Daten zugreifen noch bevor diese zur Übertragung verschlüsselt werden, können Sicherheitsmaßnahmen umgangen und der Text in einem leicht lesbaren Format weitergeleitet werden. Bei so genannten Bots - wie Gaobot, Spybot oder RxBot - handelt es sich um Programme, die heimlich auf angegriffenen Systemen installiert werden. Vielfach kontrollieren Angreifer Bot-Netze mit tausenden von infizierten Rechnern. Der Symantec-Bericht zur Bedrohungen aus dem Internet zeigt, dass die Anzahl überwachter Bots im Verlauf der ersten sechs Monate des Jahres 2004 von weniger als 2000 Computern auf mehr als 30 000 anstieg.

Der Internet-Dienstanbieter Earth Link zum Beispiel beklagt, dass im Jahr 2004 rund 116,5 Millionen Fälle von Spionageprogrammen, Werbeprogrammen und anderer potenziell unerwünschter Software bei seinen Kunden entdeckt wurden. Demnach sind die Spionageprogramme im vergangenen Jahr um 230 Prozent angestiegen. Insbesondere für Organisationen, die an die Einhaltung von Richtlinien, wie beispielsweise HIPAA oder Sarbanes-Oxley, gebunden sind, ist es eine große Herausforderung, dass der Schutz vertraulicher Daten mit den Anforderungen dieser Bestimmungen im Einklang steht.

Programme, die als Sicherheitsrisiken eingestuft werden, wie Spionageprogramme, Adware und Bots, bergen potenzielle Gefahren für persönliche Daten und den Datenschutz im Allgemeinen. Diese Programme verfügen über eine Vielzahl von Funktionen und sind weltweit auf dem Vormarsch.

Den IT-Verantwortlichen werden die in den Rechnern versteckten Gefahren immer mehr bewusst. Gemäß Forrester Research werden 65 Prozent der Unternehmen dieses Jahr Software zur Abwehr von Spionageprogrammen erwerben beziehungsweise aktualisieren und sie somit zur beliebtesten Sicherheitstechnologie des Jahres 2005 machen. Laut Forrester haben Spionageprogramme die Spam-E-Mails und den Identitätsdiebstahl in der Rangliste der von Sicherheits-Managern am meisten gefürchteten Bedrohungen längst überholt.

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