Spyware weit verbreitet
Spionage-Software aller Orten

Der PC eines Internetsurfers ist ein offenes Buch. Experten glauben, dass auf 90 Prozent aller Rechner Spionageprogramme aktiv sind.

hiz DÜSSELDORF. Erstmals wurde in den USA jetzt von dem Provider Earthlink und dem Softwarehaus Webroot eine Studie vorgestellt, die sich mit Spyware befasst. Spyware sind Programmen, die heimlich das Verhalten der Internet-Besucher ausspähen. Auf den rund eine Million untersuchten Rechnern fanden die Experten die gigantische Menge von 29 Millionen Spionageprogrammen. Allerdings dienen nicht alle dazu, Zugangsdaten und Kontoinformationen zu stehlen. Bei 23 Millionen der gefunden Programme handelte es sich um Adware. Als Adware bezeichnet man Software, die Werbebanner oder Werbe-Popups im Browser anzeigt. Diese Werbeeinblendungen lassen sich meist nicht abschalten.

Zu diesen Werbetools kommen rund 5,3 Millionen Adware-Installationen, die Werbeeinblendungen auf den Bildschirm zaubern, ohne dass der Browser aktiv ist. Wirklich bedenklich sind aber die 184 919 Trojaner und 184 559 Tools zur System-Überwachung, die gefunden wurden. Auf den damit verseuchten Maschinen werden alle Aktivitäten der Anwender aufgezeichnet und via Internet an Dritte übermittelt. Diese Trojaner und Backdoor-Programme sind oft Rückstände von nicht sorgfältig entfernten Viren.

Die Experten vermuten, dass 90 Prozent aller Computer, die mit dem Internet verbunden sind, mit Spyware infiziert sind. Da es sich um die erste Untersuchung dieser Art handelt, ist eine Abschätzung der weiteren Entwicklung noch nicht möglich. Aus diesem Grund soll der Spyaudit-Report jetzt regelmäßig erstellt werden.

Anwender mit fundierter Systemkenntnis können sich selbst ein Bild vom eignen System machen. Dazu werden im Internet Hilfsprogramme, wie der Spyaudit von Webroot – meist kostenfrei – angeboten.

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