Staatsanwaltschaft nimmt mögliche Mittäter ins Visier
Freunden des "Sasser"-Programmierers auf der Spur

Nach der Festnahme des "Sasser"-Programmierers nimmt die niedersächsische Staatsanwaltschaft mögliche Mittäter ins Visier. Fünf Freunde des 18-Jährigen Niedersachsen, welcher der millionenfachen Verbreitung von Computer-Viren gestanden hat, stehen unter Verdacht.

HB VERDEN/ROTENBURG/WÜMME. Sie sollen sich an der Verbreitung des Computer-Wurms „Netsky“ beteiligt haben. „Es spricht einiges dafür, dass sie sich alle aus der Schule kennen“, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Verden, Helmut Trentmann, am Donnerstag.

Der Drahtzieher hatte die Programmierung des Internet-Wurms „Sasser“ gestanden. Auch „Netsky“ - ein Vorläufer von „Sasser“ - soll von ihm stammen. „Sasser“ hatte weltweit Mill. Computer infiziert und Rechner-Abstürze ausgelöst. Betroffen waren unter anderem die US- Fluggesellschaft Delta Airlines und die Europäische Kommission.

Ob die fünf Freunde auch bei der Verbreitung von „Sasser“ mitgeholfen haben, ist noch unklar. Die Polizei beschlagnahmte bei ihnen nach Angaben des Landeskriminalamtes sechs Computer. Der Entwickler und Verursacher der Viren geht zur Berufsfachschule für Informatik in Rotenburg. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll schon im Juni der Prozess gegen ihn vor einem Jugendschöffengericht beginnen.

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