Stabile Wachstumsraten
High-Tech-Industrie ist oben auf

Die High-Tech-Industrie in Deutschland rechnet weiterhin mit Wachstumsraten auf vergleichsweise hohem Niveau und sieht sich daher als Stabilitätsanker der heimischen Volkswirtschaft. Breitband-Internet, Mobilfunk und Unterhaltungselektronik sind die Markttreiber.

HB HANNOVER. Der Fachverband Bitkom erwartet für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 2,4 Prozent in Deutschland, für 2007 eine Steigerung von etwa zwei Prozent auf dann 140 Mrd. Euro. Zum Auftakt der Fachmesse Cebit in Hannover sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold am Mittwoch in Hannover: "Es ist wieder richtig Musik in unserer Branche." Die falsche Bescheidenheit nach dem Einbruch der Internet-Wirtschaft vor fünf Jahren sei zu Ende.

Treibende Kräfte des Marktes seien das Breitband-Internet mit DSL, der Mobilfunk und die Unterhaltungselektronik, sagte der Verbandspräsident. Die Zahl der schnellen Internet-Zugänge stieg im vergangenen Jahr um mehr als 50 Prozent auf rund elf Millionen. Bis 2008 werde sich diese Zahl nahezu verdoppeln, erwartet der Verband. Dies bleibt nicht ohne Folgen für das Telefon-Festnetz: "Etwa jeder zehnte Bundesbürger telefoniert heute schon über das Internet", sagte Berchtold.

Im Mobilfunk wird für dieses Jahr damit gerechnet, dass die Zahl der UMTS-Kunden von 2,3 auf 9,0 Mill. steigen wird - UMTS ist das schnelle Mobilfunknetz für die Übertragung von Filmen oder Musik auf das Handy. Allerdings ergab sich bei der Telekommunikation 2005 auf Grund des starken Preisdrucks nur ein Wachstum von 1,2 Prozent auf 67 Mrd. Euro, während die Informationstechnik um 3,4 Prozent auf 70,5 Mrd. Euro zulegen konnte.

Immer wichtiger wird für die Branche die Unterhaltungselektronik, die auf der Cebit bislang eher im Schatten stand. Hier erwartet die Bitkom für dieses Jahr ein Umsatzwachstum um 13 Prozent auf 14 Mrd. Euro. Allein bei den Flachbildfernsehern wird im Jahr der Fußball-WM eine Steigerungsrate von 64 Prozent erwartet.

Nicht eingetreten ist jedoch die Prognose des Verbands, wonach im vergangenen Jahr 10 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollten. Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms, sagte, die Zahl der Beschäftigten sei um 4 000 auf 749 000 gestiegen. Während Softwarehäuser und IT-Dienstleister neues Personal einstellten, gab es bei Hardware-Herstellern und in der Telekommunikation einen kontinuierlichen Stellenabbau. Für dieses Jahr erwartet der Verband, dass die Zahl der Beschäftigten gleich bleiben wird. Gleichwohl erwartet die Bitkom einen zunehmenden Mangel an Fachkräften und kritisierte in diesem Zusammenhang die Bildungspolitik.

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