Stadtführung
Nächster Halt: Fernsehstube

Berlin ist die Geburtsstadt der Telekommunikation in Deutschland - wie eine Stadtführung zeigt, in der Technik, Politik, Stadtgeschichte und Kultur verknüpft sind.

HB BERLIN. Die allererste Fernsehstube Deutschlands wurde in Berlin in der Wollankstraße 134 eingerichtet, ein paar U-Bahn-Stationen entfernt von den ehemaligen Fabrikationsanlagen der AEG, in deren roten Ziegelgebäuden heute unter anderem der Fernsehbetrieb der "Deutschen Welle" beherbergt ist.

Bloß 18 Zentimeter hoch und 22 Zentimeter breit waren die beiden Fernsehgeräte, die vor genau 70 Jahren der Fernsehstube im damaligen Berliner Reichspostmuseum aufgestellt wurden.

Wie und wie rasch sich die Telekommunikation verbreitet hat, ist heute im "Museum für Kommunikation" gut zu sehen, das in der Leipziger Straße 16 angesiedelt ist.

Hier könnte eine rundfunkhistorische Stadtführung beginnen, die belegt, dass die IFA-Stadt Berlin die Wiege jener Technik war, die heute unser Leben so eindrucksvoll mitbestimmt. Die Stadterkundung zeigt aber auch, dass in der Entwicklung der Telekommunikation die Stadtgeschichte mitschwingt, dass sie Kultur, Politik und Zeitgeist reflektiert.

Ein paar Meter westlich des Museums beginnt die Wilhelmstraße, eine der geschichtsträchtigsten Straßen. Hier sind heute einige Bundesministerien angesiedelt; zu Kaiser-, Weimarer- und Nazizeiten war sie Deutschlands Machtzentrum. Joseph Goebbels Reichspropagandaministerium war hier, das die Entwicklung des Hörfunks und des Unterhaltungsfilms massiv dirigierte. Heute weisen Tafeln am Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung darauf hin.

Die Wilhelmstraße kreuzt die Prachtstraße "Unter den Linden". Zwei Straßenblocks weiter, Unter den Linden 36-38, betreibt das ZDF sein Hauptstadtstudio. Unter einer verglasten Galerie kann man dort bei Fernsehproduktionen zuschauen oder einen Kaffee trinken.

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