Stärkere Vernetzung
IBM öffnet Labor für Kunden

Die Zeiten, in denen Chipentwickler und Softwareingenieure in abgeschotteten Laboren vor sich hin tüfteln und entwickeln durften, sind bei IBM endgültig vorbei. Auf dem Cebit-Stand des weltweit größten IT-Konzerns stellen sich in diesem Jahr auch Hard- und Softwareentwickler den Fragen der Kunden.

HANNOVER. Die meisten von ihnen arbeiten im IBM-Entwicklungszentrum in Böblingen bei Stuttgart, wo IBM mit 1700 IT-Experten das größte Entwicklungslabor außerhalb der USA betreibt. "Engineering & Technology Services", "Lab Based Services" oder "Unleash the labs"; heißen die Initiativen die alle dasselbe Ziel haben: Die Kunden sollen sagen, was IBM entwickeln soll.

Für Herbert Kircher, Geschäftsführer der IBM Deutschland Entwicklung GmbH, ist die stärkere Vernetzung mit den Kunden eine wichtige Strategie, um im konzerninternenen Wettbewerb den Entwicklungsstandort in Böblingen zu sichern. Denn die weltweit rund 30 großen Entwicklungszentren der IBM stehen nicht nur in einem technischen, sondern zunehmend auch in einem betriebswirtschaftlichen Wettbewerb: "Technologieentwicklung muss innerhalb der IBM mehr zum Wachstum des Unternehmens beitragen als bisher", sagt Kircher.

Im Prinzip ist das Entwicklungszentrum in Böblingen technologisch gut positioniert. Denn was kaum jemand weiß: große Teile der Großrechnertechnologie der IBM stammen ebenso aus Deutschland, wie die Entwicklung des neuen Cell-Prozessors, den der Konzern für den Einsatz im Multimediabereich entwickelt hat. Doch im internationalen Wettbewerb holen Forschungsstandorte in Indien und China mächtig auf, so Kircher.

Darüber hinaus ist Deutschland ebenso wie die USA innerhalb der globalisierten Technologiebranche ein Hochlohnland. "Wir haben in Deutschland deshalb nur noch bei High-Value-Projekten eine Chance", sagt Kircher. Dazu gehören Entwicklungsaufträge, bei denen die Böblinger Vorteile wie ihr Know-how und die hohe Zuverlässigkeit bei der Einhaltung von Terminen in die Waagschale werfen können.

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