Standardisierung des freien Betriebsystems geplant
Asien setzt auf einheitliches Linux

Hochrangige Vertreter der Regierungen im asiatischen Raum plädieren für den Einsatz eines einheitlichen Linux. Ein Treffen soll den Weg dazu bereiten.

hiz DÜSSELDORF. Für die Regierungen von Japan, China und Süd-Korea ist das Thema Linux als Computer-Betriebssystem so wichtig, dass bei einem Treffen hochrangiger Regierungsmitglieder eine einheitliche Strategie und eine Standardisierung des freien Betriebssystems beraten werden soll. Mit am Tisch werden Industrieschwergewichte wie Hitachi, Fujitsu, IBM Japan, NEC, Matsushita, NTT und des Nomura Research Institute sitzen. Dabei gilt vor allem China als fruchtbarer Boden für Open-Source-Software. Die chinesischen Behörden stehen Zulieferern eher skeptisch gegenüber. Die in der Verwaltung eingesetzte ist Software ist selbst entwickelt und Externen wird darin kein Einblick gewährt.

Ziel des Treffens ist, eine Alternative zu dem marktbeherrschenden Microsoft Windows-Betriebssystem zu erläutern. Die Länder wollen die Ergebnisse der Forschungen und Entwicklungen im Bereich der Open-Source Software, zu der ja auch Linux gehört, miteinander austauschen. Mit der Schaffung von Standards könnte die Einführung in den Ländern, deren Schrift und Sprache nicht auf den im westlichen Kulturkreis vorherrschenden Alphabeten basiert, erheblich beschleunigen. Viele asiatischen Sprachen, vor allem das Japanische und Chinesische, sind nicht Buchstabenorientiert, wie wir es kennen. Dort stehen die einzelnen Schriftzeichen für ganze Silben oder Worte. Es sind Symbolschriften, eher vergleichbar den Icons, die von grafischen Benutzeroberflächen wie Windows bekannt sind.

Zudem werden die Vertreter aus Verwaltung und Industrie über Sicherheitsfragen und die mögliche Kosteneinsparungen für PCs und andere Produkte durch die Verwendung von Linux erörtern.

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