Standort-Faktor
Betriebe brauchen Breitband

Ohne eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internet-Zugängen droht Deutschland aus Sicht des Branchenverbandes Eco im Standort-Wettbewerb zurückzufallen.

HB HANNOVER. Die Verfügbarkeit des Breitband-Internets habe zunehmend Einfluss auf die Standortwahl von Unternehmen, sagte der Geschäftsführer des Eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, Harald A. Summa, am Freitag auf der Computermesse Cebit in Hannover. Nötig seien mehr Wettbewerb sowie ein politisches Konzept.

Summa sagte, in vielen ländlichen Gebieten Deutschlands gebe es kein Breitband. Der private Sektor aber sei die treibende Kraft für das wirtschaftliche Wachstum der Telekommunikation. Als Beispiel nannte Summa den Online-Handel. Auch für zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen sei die Unterversorgung ein großes Problem. Andere Länder seien viel weiter. "In Holland hat jeder Bauernhof einen Breitband-Anschluss."

95 Prozent der Breitband-Anschlüsse seien DSL-Anschlüsse der Deutschen Telekom. Im Vergleich zu anderen Ländern werde das Kabel als Internet-Zugang zu wenig genutzt. Es gebe allgemein zu wenig Wettbewerb.

Scharf kritisierte Summa, dass der Branchenriese Telekom für sein geplantes Glasfasernetz eine befristete Befreiung von der Regulierung fordert und entscheiden will, wer das Netz nutzen darf. Es dürfe keine "Exklusivität" neuer Technologien geben", sagte Summa. Dies sei "wettbewerbsschädlich".

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