Start der Messe ist verhalten
Funkausstellung soll Käuferträume wecken

Schauen, staunen, ausprobieren: Das Internationale Funkausstellung in Berlin soll als elektronisches Wunderland wieder Käuferträume wecken. Der Start der Messe ist jedoch verhalten. Trotzdem ist die Unterhaltungselektronik-Branche optimistisch. Sie sieht in digitaler Technik einen Wachstumsgaranten für die kommenden Jahre.

HB BERLIN. Als Motor des Geschäfts sollen weiterhin flache Fernsehgeräte dienen, so Branchenvertreter zum Start der Ifa in Berlin. Kein anderes Segment der Unterhaltungselektronik könne derzeit mit einem so starken Wachstum rechnen wie LCD-Fernseher, sagte Samsung-Chef Gee Sung Choi. Zum Ifa-Start am Freitag gab es zunächst aber keinen extremen Besucherandrang. Für Samstag würden aber mindestens 50 000 Besucher erwartet, sagte Messe-Sprecher Michael Hofer. Die Messe mit 1049 Ausstellern aus 32 Ländern läuft bis zum 6. September.

Die Hallen unter dem Berliner Funkturm präsentieren sich für die Besucher als Wohnzimmer, Spielstube und technologischer Erlebnispark. Bei der ersten jährlichen Funkausstellung setzt die Industrie auf die Neugierde der Besucher und den Wunsch nach flachen TV-Geräten.

"Bitte greifen Sie zu. Probieren sie hier alles aus", ermuntert eine Promoterin die kurz nach Messeeintritt noch zurückhaltenden Besucher. "Der Camcorder ist eine Weltneuheit", versucht sie das Interesse zu wecken. Pünktlich um 10 Uhr war auch das letzte der zigtausend TV-Geräte am Netz. Wo man auch hinschaut, überall flache Fernsehgeräte mit klaren, brillanten Bildern. So, wie es demnächst auch in allen Wohnzimmern Standard sein soll. Hochauflösendes Fernsehen (HDTV) steht in den Startlöchern für eine gestochen scharfe TV-Welt.

Mit zahllosen Gewinnspielen sollen vor allem junge Konsumenten angelockt werden. An verschiedenen Orten müssen sie sich Klebepunkte abholen, um an einer Verlosung teilzunehmen. Ein japanischer Hersteller setzt nicht nur auf neue Produkte, sondern umwirbt Fachbesucher und Journalisten mit Wellnessofferten. Eine Brise Sauerstoff oder eine kurze wohltuende Massage gefällig? Und überall "duellieren" sich Lautsprecher. Denn zum flimmerfreien TV-Bild gehört auch immer ein satter Sound.

Die Messlatte dafür soll wieder einmal die "teuerste Anlage der Welt" sein, die das Fachmagazin "Audio" bereits zum sechsten Mal zusammengestellt hat. Bei einem Gesamtwert von 750 000 Euro sei man keine Kompromisse eingegangen, betont "Audio"-Chefredakteur Joachim Pfeiffer. Es hätte aber auch ohne weiteres noch teurer werden können. Teuerste Komponente ist der 220 Kilogramm schwere Plattenspieler des Herstellers Transrotor für 125 000 Euro. Allein für die Kabel sind 40 000 Euro veranschlagt und ebensoviel für Spezial-Regale.

Blick in die Zukunft

Auf der Ifa gibt es aber auch schon einen Blick in die Zukunft: 3-D-Fernsehen. Für das ungeübte Auge ist der räumliche Tiefblick noch ungewohnt, aber allemal ein Blickfang für die Besucher. Die Industrie hat bei der immer schnelleren Entwicklung aber auch Erklärungsbedarf. "Was ist denn Blu-ray", fragten immer wieder Neugierige. Geduldig wird die neue Aufzeichnungstechnik erklärt, die mit HD-DVD um die Vorherrschaft im Markt ringt.

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