Start erst in 2007
Microsoft hält Windows Vista zurück

Die privaten Windows-Nutzer müssen noch ein paar Monate länger mit XP vorlieb nehmen, denn der Nachfolger Vista kommt einige Monate später auf den Markt als bislang angekündigt. Doch es gibt eine Möglichkeit, schneller an das Betriebssystem zu gelangen.

HB SEATTLE. Das neue System solle jetzt im Januar 2007 auf den Markt gebracht werden anstatt wie bislang vorgesehen in der zweiten Hälfte dieses Jahres, teilte der weltgrößte Software-Hersteller am Dienstag mit. Microsoft-Aktien gaben nach der Ankündigung im nachbörslichen Handel um fast 3 Prozent nach.

Die Qualität des neuen Produkts solle insbesondere im Sicherheitsbereich verbessert werden, hieß es zur Begründung für die Verspätung. Außerdem hätten sich Computer-Hersteller gegen eine Auslieferung im Geschäft vor Weihnachten ausgesprochen, da eine neue Version Instabilität am Markt schaffen würde. Die Unternehmens-Version von Vista solle aber wie geplant im November dieses Jahres auf den Markt kommen.

Windows Vista ist das erste große Update des Betriebssystems seit der Einführung von Windows XP Ende 2001. Es wird in sechs Versionen auf den Markt kommen. Drei Editionen richteten sich an private Nutzer in den Industrienationen und Schwellenländern, zwei an Unternehmen und eine an Kunden in Entwicklungsländern. In Europa wird Vista auch ohne das Programm Windows Media Player erhältlich sein, um Wettbewerbsvorschriften der Europäischen Union zu erfüllen. Dies ist bereits beim aktuellen Windows XP der Fall.

Windows Vista Home Premium wird das Produkt für die meisten Privatkunden sein. Es unterstützt nach Firmenangaben hochauflösendes Fernsehen und andere Multimedia-Funktionen. Windows Vista Ultimate bietet darüber hinaus auch zusätzliche Unternehmensorientierte Möglichkeiten. Die Basic-Version dagegen wird ohne Multimedia auskommen. Diese Versionen kommen nun verspätet auf den Markt.

Microsoft Windows Vista Business richtet sich an kleine und mittlere Firmen, die keine eigenen Techniker haben. Windows Vista Enterprise hingegen bietet großen Unternehmen die Datenverschlüsselung und Möglichkeit, auch Programme für frühere Windows-Versionen zu benutzen.

Für Entwicklungsländer kündigte Microsoft zusätzlich eine abgespeckte Vista-Version an.

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