Statistik des Bundeskriminalamts
Wirtschaftskriminelle wandern zunehmend ins Netz

Die Wirtschaftskriminalität in Deutschland ist statistisch wieder auf dem Vormarsch. Allein 2006 wurde ein Milliardenschaden verursacht. Dabei verlagern sich die Täter immer mehr ins Internet.

HB WIESBADEN. Die Zahl der Straftaten hat sich in diesem Bereich mehr als verdoppelt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag mitteilte. Mittlerweile werde hier jedes zehnte Delikt im Internet verübt.

Insgesamt stieg die Kriminalität in Industrie und Handel im vergangenen Jahr auf 96 000 Fälle - sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der in der Statistik erfasste Schaden liegt mit 4,3 Mrd. Euro um drei Prozent über dem Vorjahreswert. Wegen einer sehr hohen Dunkelziffer geht das BKA allerdings von insgesamt weit höheren volkswirtschaftlichen Einbußen aufgrund von Wirtschaftskriminalität aus.

Rückläufig war allerdings die Zahl der Tatverdächtigen, die um 9,9 Prozent auf 35 751 fiel. Laut BKA beeinflussten im vergangenen Jahr einzelne Großverfahren das statistische Bild, das ohnehin nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens zeige: Einzelne Studien schätzten das Dunkelfeld auf mehr als 80 Prozent.

Für 2007 erwartet das BKA keine wesentlichen Veränderungen der Zahlen: Komplexität und Internationalität wirtschaftlicher Prozesse böten Kriminellen vielfältige Gelegenheiten, heißt es im Bericht. 2001 hatte die Statistik noch gut 110 000 Wirtschaftsdelikte mit einem Schaden von 6,8 Mrd. Euro ausgewiesen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%