Stereoanlage spielt MP3-Musik aus dem Handy
Software vernetzt Multimedia-Geräte

Mitarbeiter am Lehrstuhl für Computergraphik der Universität des Saarlandes haben eine Software entwickelt, mit der künftig verschiedene Geräte der Unterhaltungselektronik wie digitale Videorecorder, Fernseher, Stereoanlagen, aber auch Handys und MP3-Player schnell und problemlos miteinander vernetzt werden können.

hsn DÜSSELDORF. "Der Nutzer kann mit dieser Technik künftig nicht nur seine MP3-Songs von seinem Handy auf der Stereoanlage zu Hause abspielen, sondern sein Mobiltelefon gleichzeitig als Fernbedienung nutzen und die Lautstärke regeln", sagt Marco Lohse, der an der Entwicklung der Software mitgearbeitet hat. Die MP3-Dateien und Steuerinformationen werden dabei über eine Wlan-Funk-Schnittstelle an die Stereoanlage übertragen.

"Immer mehr Geräte der Unterhaltungselektronik werden inzwischen mit einer Netzwerkschnittstelle ausgestattet, was bislang fehlt ist eine Software, über die diese Geräte gesteuert werden können", sagt der Saarbrücker Informatiker. Das besondere an dem neuen Programm ist, dass erstmals Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen verknüpft werden können. Die Software läuft auf Windows-Systemen, wie zum Beispiel dem heimischen PC, aber auch auf verschiedenen Linux- und Unix-Systemen wie Settop-Boxen, Handys oder Personal Digital Assistants (PDAs).

Daher lässt sich mit dem Programm die Medien-Wiedergabe spontan von einem Gerät auf ein anderes verlagern. Verschiedene Benutzer könnten mit bereits gestarteten Präsentationen verbunden werden und die gleichen Inhalte simultan auf verschiedenen Endgeräten empfangen. "Das Video, das gerade auf dem Fernseher zu sehen ist, könnte dann gleichzeitig auch auf einem Laptop im Garten oder auf dem Handy unterwegs angeschaut werden", nennt Lohse ein Beispiel. Die notwendige Konvertierung der Videodaten auf die anderen Geräte werde ebenfalls von der Software übernommen.

Die Technik sei so weit entwickelt, dass sie relativ leicht in ein kommerzielles Produkt umgesetzt werden könnte. Erste Interessenten gebe es bereits. Es sei geplant, über ein Start-up-Unternehmen den Support für die Software zu sichern.

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