Streit als Motiv vermutet
Baby-Auktion bei ebay: Ermittler durchsuchen Wohnung

Ein vier Monate altes Baby ist vermutlich wegen eines Streits bei Ebay zum Verkauf angeboten worden. Vernehmungen der Eltern hätten den ersten Eindruck bestätigt, dass ein Dritter hinter der Annonce bei dem Internet-Auktionshaus steckt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, am Montag.

dpa HANNOVER. Im Fall des bei ebay zum Verkauf angebotenen Babys haben Ermittler am Dienstag die Wohnung einer Verdächtigen durchsucht. „Dabei wurden zwei Computer sichergestellt, die jetzt ausgewertet werden“, sagte Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover.

Bei der Beschuldigten handele es sich um „eine Person aus dem Umfeld der Eltern“. Zeitungsberichten zufolge soll es die Großmutter des vier Monate alten Kindes sein. Klinge wollte dies aber nicht bestätigen. Die Verdächtige bestreite die Vorwürfe, sagte Klinge. Die Auswertung der Computerfestplatten werde einige Tage dauern. Das Baby aus Hemmingen bei Hannover war am Donnerstag gegen ein Mindestgebot von 10 000 Euro auf einer Seite des Internet-Auktionshauses angeboten worden. Ein Internet-Nutzer alarmierte einen Tag später die Polizei.

Zunächst hatten die Ermittler angenommen, dass die 35 Jahre alte Mutter selbst ihr Baby zur Versteigerung angeboten habe. Dieser Verdacht bestätigte sich aber nicht.

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