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Streit zwischen E-Plus und mobilcom um Billigmarke eskaliert

Der Streit zwischen mobilcom und dem Mobilfunkanbieter E-Plus über dessen Billiganbieter simyo eskaliert, nachdem der netzunabhängige Anbieter mobilcom beim Düsseldorfer Landgericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen E-Plus eingereicht hatte.

dpa DüSSELDORF. Der Streit zwischen mobilcom und dem Mobilfunkanbieter E-Plus über dessen Billiganbieter simyo eskaliert, nachdem der netzunabhängige Anbieter mobilcom beim Düsseldorfer Landgericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen E-Plus eingereicht hatte.

Das ließ die KPN-Tochter in Düsseldorf verlauten: „Die Vorwürfe von mobilcom sind irreführend und durchweg unbegründet“, sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim. Mobilcom versuche, die Nachfrage der Kunden nach günstigen und einfachen Mobilfunktarifen mit richterlicher Hilfe zu verbieten.

E-Plus vermutet, dass die Wettbewerber die Kunden verunsichern und vom Kauf des simyo-Angebotes abhalten wollten. Das Landgericht Düsseldorf will über den Antrag von mobilcom, die Vermarktung von simyo zu stoppen, am 29. Juni verhandeln. Mobilcom verlangt von E-Plus die gleichen Konditionen, wie sie der Tochter simyo gewährt werden. E-Plus habe dies abgelehnt.

Bergheim wies außerdem den Vorwurf zurück, E-Plus habe gegen das vertraglich fixierte Antidiskriminierungsverbot verstoßen. Mobilcom moniert, dass die Konkurrenten nicht vier Wochen vor Marktstart über das neue tarifliche Angebot informiert wurden. Es bestehe keine Verpflichtung zur Vorab-Information, betonte dagegen Bergheim.

Auch die Stuttgarter debitel sieht den Marktstart von simyo kritisch, hat sich dem Antrag von mobilcom aber nicht angeschlossen. Die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post prüft derzeit, ob E-Plus mit simyo gegen die Lizenzbedingungen verstoße.

Ende Mai war die simyo Gmbh als erster Mobilfunk-Discounter in Deutschland gestartet. Das Unternehmen verkauft Mobilfunkkarten über das Internet und bietet besonders günstige Tarife. Der Minutenpreis von simyo liegt bei 19 Cent und damit weit unter dem Durchschnittspreis.

„Wir glauben nicht, dass simyo als zehn Tage junger Mobilfunk-Discounter die Existenz von Unternehmen gefährdet, die in Vergangenheit in der Lage waren, Mrd. in UMTS-Lizenzen zu investieren“, sagte simyo-Geschäftsführer Rolf Hansen.

E-Plus hält 90 Prozent der Anteile an simyo. Die restlichen Anteile werden vom Management gehalten. Das Unternehmen beschäftigt knapp 30 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in Düsseldorf.

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