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Streit zwischen Premiere und TCU um Gratis-TV geht weiter

Der juristische Streit zwischen dem Pay-TV-Sender Premiere und der Koblenzer TC Unterhaltungselektronik AG (TCU) um Internet-Fernsehangebote zum Nulltarif geht weiter.

dpa HAMBURG. Der juristische Streit zwischen dem Pay-TV-Sender Premiere und der Koblenzer TC Unterhaltungselektronik AG (TCU) um Internet-Fernsehangebote zum Nulltarif geht weiter.

Vor dem Hamburger Landgericht konnten die beiden Parteien am Dienstag keine Einigung darüber erzielen, ob die TCU eine Software zum kostenlosen Empfang aller Programme über das Breitband-Internet anbieten darf. Das Gericht will nach Angaben des Vorsitzenden Richters am 26. April eine Entscheidung verkünden. „Die beiden Parteien sind so weit auseinander, dass wir nicht zu einer gütlichen Einigung kommen können“, sagte er.

Premiere hat die Markteinführung der TCU-Software bislang mit einer Einstweiligen Verfügung verhindert. Der Bezahlsender wirft der TCU vor, mit der Nutzung der Software für den illegalen Empfang von Premiere geworben zu haben. Die TCU müsse ausschließen, dass ihre Technologie zum rechtswidrigen Entschlüsseln von Premiere genutzt werden könne. TCU-Vorstand Guido Ciburski betonte vor Gericht, dass die neue Technologie eine „reine Datenübertragung“ nach dem Vorbild von Musik- und Videotauschbörsen im Internet sei. Es sei technisch nicht möglich, etwas einzubauen, das den Empfang von Pay-TV verhindere.

Die TCU, die bereits eine juristische Auseinandersetzung mit dem Privatsender RTL um TV-Werbeblocker („Fernsehfee“) gewonnen hatte, wollte die neue Technologie für den Internet-Empfang von Fernsehprogrammen ursprünglich im Mai auf den Markt bringen.

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