Studie belegt alarmierende Eskalation der Auswirkungen von Virus-Attacken
Virenvormarsch ist ungebremst

Seit mehr als zehn Jahren steigen die Attacken durch Viren und Würmer stetig. Ein Ende der Schädlingsflut ist nicht in Sicht.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie der ICSA Labs, einem Geschäftsbereich von Cybertrust, belegt, dass die Häufigkeit der Virus-Attacken in Unternehmen und die Kosten zu ihrer Schadensbeseitigung bereits zum zehnten Mal in Folge gestiegen sind. Die Ergebnisse basieren auf der Auswertung einer Untersuchung, die im Jahresrhythmus durchgeführt wird. Die aktuelle Studie untersucht die Auswirkungen der Computer-Viren und bösartigen Computerprogrammen, auch Malicious Code genannt, bei 300 mittleren und großen Unternehmen und Behörden weltweit.

"Die signifikanten Daten der letzten zehn Jahre weisen klar darauf hin, dass das Virusproblem keinerlei Anzeichen des Abflauens zeigt und dass die Auswirkung von gefährlichem Programmcode mit substanziellen Folgen bei Unternehmen zunimmt", erklärt Larry Bridwell, Autor der Studie und Content Security Program Manager bei den ICSA Labs.

91 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, dass die Auswirkungen gefährlichen Programmcodes 2004 problematischer war als noch ein Jahr zuvor. Bezeichnend finden es die Experten auch, dass keiner der Befragten angab, dass sich die Probleme gegenüber dem Vorjahr entspannt hätten. Für das Jahr 2004 besagt die Studie, dass das Auftreten von Viren gegenüber 2003 um nahezu 50 Prozent angestiegen ist.

Um über zwölf Prozent sind die Fälle gestiegen, bei denen mehr als 25 PCs oder Server zur gleichen Zeit durch den gleichen Virus infiziert wurden. Solchen „Virus Desaster“ bewirken, so die Autoren, in der Regel signifikante Schäden oder finanzielle Einbußen der Unternehmen. Von den 300 befragten Unternehmen waren 112 Opfer eines solchen Virus-Desasters. Im Vorjahr waren es noch 92 Firmen.

Als weitere Belastung ermittelten die Experten die längeren Zeiträume zur Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit und die mit diesen Desastern verbundenen Kosten. Die Wiederherstellungszeiten kletterten auf sieben Mann-Tage und die geschätzten Kosten lagen bei 130 000 US-Dollar - ein Anstieg gegenüber 2003 von etwa 25 Prozent.

Dr. Peter Tippet, Chief Technology Officer von Cybertrust, findet es besonders erschreckend, "dass sich das Problem mit gefährlichem Programmcode weiter verschärft, obwohl das Jahr 2004 gerade nicht durch außergewöhnliche Computerwurm-Vorfälle, wie etwa 2003 durch das Blaster-Sobig-Nachi-Triumvirat, gekennzeichnet war.“

Obwohl die Anzahl der neuen Viren und Würmer leicht gesunken ist, ist die Gefährdung nach seinen Erkenntnissen trotzdem gestiegen, da die Anzahl der Angriffe steil ansteigt. „Aus dem in den letzten zehn Jahren gesammelten Datenmaterial können wir mit Sicherheit prognostizieren, dass bloße defensive oder rein produktorientierte Maßnahmen nicht ausreichen werden, um sich gegen diese Eskalation zu schützen", warnt Tippet.

Wie Studien gezeigt haben, können Unternehmen das Risiko, dass durch digitale Schädlinge entsteht, durch geeignete Sicherheitspraktiken und Schutzmaßnahmen zu über 90 Prozent reduzieren. Neben dem Einsatz technischer Abwehrmaßnahmen wie Virenscanner, Firewalls, spezifische Router-Konfigurationen oder Filterung von E-Mail-Anhängen hilft vor allem die Schulung der Mitarbeiter im richtigen Umgang mit der digitalen Gefahr.

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