Studie bescheinigt Internet-Telefonie rosige Zukunftsmöglichkeiten
VoIP-Lawine wird erwartet

VoIP, das Telefonieren über das Internet, hat das Potenzial sich aus der Nische zu befreien und den Massenmarkt zu erobern.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie von Mercer Management Consulting zeigt, dass die Internettechnologie das Potenzial hat, jeden fünften konventionellen Telefon-Festnetzanschluss zu ersetzen. Die Ergebnisse basieren auf der Auswertung einer Befragung von 1000 Verbrauchern in den USA und Großbritannien. Allerdings sind bis zum echten Massenprodukt „Voice over IP“ noch einige Voraussetzungen zu erfüllen, um die dafür notwendige Akzeptanz zu erreichen.

Die „Voice over Internet Protocol“ (VoIP) genannten Technik nutzt die gleichen Datenübertragungstechniken, wie sie alle Webseiten im Internet benutzen. Die Sprache wird in Datenpakete zerlegt, diese werden mit den IP-Adressen von Absender und Empfänger versehen und über World Wide Web verschickt. Schon seit Jahren wird dieser Form der Telefonie ein rascher Siegeszug vorausgesagt, der bis jetzt allerdings ausblieb. Die Befragung zeigte, dass die derzeitige Qualität der Internet-Telefonie ausschließlich sehr preissensible Verbraucher und „Technologie-Freaks“ anspricht. Die meisten Verbraucher schrecken demnach noch vor der mangelnden Sprachqualität und der geringen Verfügbarkeit zurück. Zudem möchten der Studie zufolge viele ihre Telekommunikation nur ungern den neuen, unbekannten Gesellschaften anvertrauen, die heute VoIP anbieten. Hier sehen die Marktforscher eine Chance für die etablierten Anbieter, sich mit verbesserten Angeboten den Markt für zu sichern.

Über die Frage, wie groß der Markt für internetgestützte Sprachtelefonie wirklich ist und wie schnell er wächst, orakeln die großen Marktforschungsinstitute seit langem. Gartner Dataquest schätzt den westeuropäischen VoIP-Umsatz im Jahr 2002 auf 965 Millionen Euro. Bis 2007 soll er auf 3,6 Milliarden Euro steigen und 2010 mehr als die Hälfte des europäischen Telekommunikations-Gesamtumsatzes von derzeit etwa einer Billion Euro ausmachen. Als sicher gilt, dass der interne Daten- und Sprachverkehr der Telefongesellschaften aus Kostengründen schrittweise komplett auf Internet-Technologien umgestellt werden wird.

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