Studie des World Economic Forum
Skandinavien hängt Deutschland ab

Deutschland hat einer Studie zufolge in den vergangenen zwölf Monaten in seiner Position als eines der führenden Länder in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) im internationalen Vergleich an Boden verloren.

HB/tnt FRANKFURT/GENF. Laut dem am Dienstag veröffentlichten Global Information Technology Report 2005-2006, eine Studie des World Economic Forum in Zusammenarbeit mit der Insead Business School, ist Deutschland im "Networked Readiness Index" von Platz 14 im Jahr 2004 auf Platz 17 abgerutscht.

Der Networked Readiness Index misst das Potenzial von Ländern, an Entwicklungen in der Informationstechnologie und Telekommunikation zu teilzuhaben und zu profitieren. Dafür werden verschiedene Indikatoren wie die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Ingenieure, Zahl von Patenten, Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zur Zahl von PCs und Mobiltelefonen sowie Telefonleitungen in die Analyse einbezogen. Aber auch rechtliche Rahmenbedingungen in Bezug auf Urheberrechte und die Unabhängigkeit der Justiz, wirkten sich auf das Ranking der Länder aus.

Verbessern konnten sich im Gegensatz zu Deutschland die USA, die nun international den Spitzenplatz belegen. Ebenfalls stark verbessert haben sich Kanada sowie Taiwan und Korea. In Europa nehmen nach wie vor die skandinavischen Länder eine herausragende Position ein. Dänemark, Island und Finnland belegen die Plätze drei, vier und fünf der Rangliste, dicht gefolgt von Schweden auf Platz acht. Damit rangieren die skandinavischen Länder seit fünf Jahren kontinuierlich unter den ersten Zehn.

Die Studie vergleicht seit fünf Jahren Stellung von Ländern in der Informations- und Kommunikationstechnologie. "ITK stellt gegenwärtig einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Effizienz- und Produktivitätssteigerungen in der sich rasch wandelnden globalen Wirtschaft dar", sagte Augusto Lopez-Claros, Leiter des Global Competitiveness Network am World Economic Forum.

In den Spitzenpositionen im Bereich ITK spiegelten sich "die gleichen Erfolgsfaktoren wider, die diese Länder im internationalen Vergleich an die Spitze der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften katapultiert haben", heißt es in dem Bericht. Dazu zählen hoch entwickelte Bildungsinstitutionen, die eine dynamische Innovationskultur fördern, ein transparentes Staatswesen, das zur Schaffung eines positiven Klimas für Unternehmensneugründungen beiträgt sowie eine starke Akzeptanz neuer Technologien sowohl auf staatlicher, unternehmerischer als auch gesellschaftlicher Ebene.

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