Studie „Deutschland Online 4“
Gute Aussichten für den IT- und TK-Markt

Durch die Einführung neuer Dienste werden die deutschen IT- und Telekommunikationsanbieter nach Einschätzung von Experten bis 2015 ihren Umsatz deutlich erhöhen.

dpa BERLIN. Der branchenweite Umsatz werde um zwei Drittel auf dann 223 Mrd. Euro steigen, berichtete die Deutsche Telekom unter Berufung auf die am Mittwoch in Berlin vorgelegte Studie „Deutschland Online 4“. Haupttreiber der Entwicklung sei die Ausbreitung von Breitbandanschlüssen, die neue Dienste wie Fernsehen über das Internet ermöglichten.

„DSL-Anschlüsse werden immer günstiger und die Geschwindigkeit steigt gleichzeitig“, sagte Telekom-Vorstand Walter Raizner. Deutschland sei mittlerweile der am schnellsten wachsende Breitbandmarkt Europas. Um von der Entwicklung zu profitieren, schnüren die Telekomunternehmen Paket aus Telefonie, Internet und Medieninhalten. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden der Studie zufolge 2,6 Millionen Menschen diese so genannten Triple-Play-Angebote nutzen, fünf Jahr später sollen es bereits 7,5 Mill. sein.

Die Deutsche Telekom will mit dem Bau des schnellen Vdsl-Netzes von dem Trend profitieren. Spekulationen über eine Verringerungen der dafür geplanten Investitionen in Höhe von drei Mrd. Euro wies Raizner zurück. „Wenn die politischen Rahmenbedingungen erfüllt werden, dann werden wir wie geplant investieren.“ Zwischen der Bundesregierung und der EU-Kommission ist ein heftiger Streit über die Befreiung des Netzes von der Regulierung entbrannt.

Durch die Übertragung von Medieninhalten über das Internet treten Telekom- und TV-Konzerne zunehmend in Konkurrenz, sagte Bernd Wirtz, einer der Verfasser der Studie. Unternehmen aus den beiden Bereichen würden daher künftig stärker miteinander kooperieren, um Angebote für die Kunden zu schnüren.

Trotz der deutlichen Zuwächse bei den DSL-Kundenzahlen fällt Deutschland nach Einschätzung von Wirtz bei neuen Breitband-Diensten hinter den USA und Asien zurück. Der Rückstand werde bis 2015 nicht aufgeholt werden können, sagte er. In anderen Ländern gebe es deutlich mehr innovative Unternehmen als in Deutschland.

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