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Studie: Höheres Risiko für Tumor bei langer Handynutzung

Schwedische Forscher haben eine annähernde Verdoppelung des Risikos für einen gutartigen Hörnervtumor bei mehr als zehn Jahren Handy-Nutzung ermittelt.

dpa STOCKHOLM. Schwedische Forscher haben eine annähernde Verdoppelung des Risikos für einen gutartigen Hörnervtumor bei mehr als zehn Jahren Handy-Nutzung ermittelt.

Wie die zuständige Sprecherin des Stockholmer Instituts für Umweltmedizin am Karolinska Institut, Maria Feychting, am Montag bestätigte, zeigte dies die eingehende Untersuchung von knapp 150 an dem nicht lebensgefährlichen Akustikusneurinom erkrankten Patienten sowie 600 zufällig ausgewählten Gesunden. Die Ergebnisse seien allerdings sehr vorläufig, sagte Feychting. „Wir benötigen weitere Studien, bevor man von endgültigen Ergebnissen sprechen kann.“ Unklar sei auch, welche anderen Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten.

Mit Blick auf die Grenze von zehn Jahren Handy-Nutzung, unterhalb derer kein erhöhtes Tumorrisiko ermittelt wurde, verwiesen die Stockholmer Wissenschaftler auf die früher noch üblichen NMT- Mobiltelefone, die wesentlich höhere Strahlungswerte hatten als die heute aktuellen GSM-Modelle. Man könne aus der Studie noch keine Schlüsse auf Langzeitrisiken bei der Nutzung von GSM-Handys ziehen, hieß es dazu. Das Akustikusneurinom wächst als gutartiger Tumor über viele Jahre relativ langsam, ehe es diagnostiziert und in der Regel ohne bleibende Schäden operativ entfernt wird.

Die in der vergangene Woche erstmals in der schwedischen Hauptstadt vorgestellte Studie des Umweltinstitutes ist Teil der internationalen „Interphone“-Studie, mit der die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheitsrisiken durch den Mobilfunk umfassend untersuchen lässt. Beteiligt sind neben den skandinavischen Ländern und Deutschland Großbritannien, Frankreich, Italien, Israel, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada.

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