Studie zeigt, dass fast 86% aller Spams in Unternehmen kommen aus den USA
Spam ist in USA zu Hause

Eine Studie zeigt, dass die amerikanischen Gesetze gegen Spam-Versender wirkungslos sind. Nach wie vor kommen die meisten unerwünschten E-Mails aus den USA.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie des Sicherheitsunternehmens Cipher Trust zeigt, dass fast 86 Prozent aller Spam E-Mails aus den USA kommen. Basis der Studie waren die Mails an Kunden des Unternehmens. Obwohl in den USA ein eigenes Gesetzt, der so genannte CAN-SPAM-Act, die Flut eindämmen sollte nutzen die meisten Spammer nach wie vor Rechner in den USA. Die Studie beweist, dass Spammer die Richtlinien so auslegen, dass sie mit der Gesetzgebung übereinstimmen.

Allerdings weichen die Versender zur Umgehung der rechtlichen Situation in andere Staaten aus. Laut der Studie wurden fast 86% aller Spams, die seit Mai 2004 verschickt wurden, in den USA erstellt, allerdings standen nur 28% aller Computer, die Spams verschickten, wirklich in den Vereinigten Staaten. Während Spammer Rechner außerhalb der USA nutzen um unerwünschte E-Mails in die Welt zu schicken, senden sie nur einen Bruchteil der Nachrichten von externen Rechnern in die USA. In Südkorea und die USA standen jeweils 28% der Rechner, von denen Spams versand wurden. Die Anzahl der Nachrichten allerdings, die von südkoreanischen Rechnern in die USA verschickt wurden, betrug dabei aber nur 3% des Gesamtvolumens. Interessanterweise kamen nur 0,13% der Spams aus Deutschland.

Dabei ist der Kreis der Übertäter eigentlich gar nicht so groß. "Unsere Studie zeigt, dass nicht nur die meisten Spams aus den USA stammen sondern auch, dass die Leute, die diese verschicken, erstaunlicherweise eine relativ kleine Gruppe, von nur etwa 200 Spammern ist." kommentiert Paul Judge, Chief Technology Officer bei Cipher Trust.

Die Analyse zeigt welche Tricks Spammer Anwender um der Bestrafungen zu entgehen. Der CAN-SPAM-Act schreibt vor, dass Empfänger sich von E-Mail Listen abmelden können, um vor weiterer Belästigung verschont zu bleiben. Diesen Abmeldeprozess wird insbesondere dadurch erschwert, dass Abbestellungen per Post geschickt werden müssen. Auf diese Weise werden die Chancen deutlich verringert, dass Spams wirklich abbestellt werden. Der Spammer kann weiter seine Mails an den gleichen Empfänger verschicken, trotz Verletzung des Sinns, der eigentlich hinter der Gesetzgebung steht. Den vollständigen Bericht kann aus dem Internet geladen werden.

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