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Kriminelle Energie von Viren-Autoren steigt

Programmierern von Viren und Würmern haftet immer noch der Nimbus des jugendlichen Hackers an, der in langen Nächten digitale Schädlinge programmiert. Eine Studie zeigt jedoch, dass es eine eindeutige Trendwende gibt.

hiz DÜSSELDORF. Ein Report der Managed-Service-Provider MessageLabs zeigt, das es bei den Programmierern von Viren und Würmern eine eindeutige Trendwende gibt. Bisher die Beweggründe vor allem, das eigene Können unter Beweis zu stellen und in der einschlägigen Szene Achtung zu erzielen. Die neusten Entwicklungen zeigen jedoch, dass der Drang, den eigenen Geldbeutel zu füllen, zunehmend das Motiv ist. Viren wie "Mimail.I" und "Mimail.J" zielen zum Beispiel darauf ab, von den Betroffenen Kontoinformationen zu erspähen. Diese Informationen kann der Versender dann für seine betrügerischen Absichten missbrauchen.

Wurden Viren bisher zudem vor allem von jungen männlichen Erwachsenen geschrieben, die einfach Schaden anrichten oder berühmt werden wollten, sind die Programmierer jetzt offensichtlich der digitalen Pubertät entwachsen und konzentrieren sich auf den Profit, der sich aus ihrem Wissen schlagen lässt. Die Anbieter von Antivirensoftware kommen nicht als Arbeitgeber in Frage, da keiner der namhaften Anbieter Hacker oder Virenautoren in ihren Teams duldet. Beleiben als Einnahmequellen nur noch die Geheimdienste, die sich angeblich solcher Dienste bedienen, - oder eben die kriminelle Szene. Dazu kommt noch, dass Cyberkriminalität zunächst ungefährlicher ist, als ein Einbruch, Diebstahl oder Bankraub. Da der Tatort das weltweite Internet ist, bleibt eine Strafverfolgung schwierig. Zudem gelingt es erfahrenen Programmierern oft, ihre digitalen „Spuren“ zu beseitigen.

Da viele Anwender ihre Rechner nicht mit Virenscannern ausrüsten, die permanent aktualisiert werden, und auf eine Firewall verzichten, sind die Einfallstore für kriminelle Machenschaften weit offen.

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