Suchmaschinen
Was die neue Microsoft-Suche Bing taugt

Der Wettkampf ist eröffnet. Microsoft hat seine neue Suchmaschine Bing früher freigegeben als angekündigt. In den nächsten Tagen wird es sich zeigen, ob sich die Investitionen des Softwareriesen gelohnt haben und ob er Google in Bedrängnis bringen kann. Der erste Eindruck: Google braucht sich bislang nicht zu fürchten.

DÜSSELDORF. Optisch wirkt Bing frischer als der Platzhirsch. Microsoft präsentiert das Suchfeld auf der Startseite auf einem täglich wechselnden Fotohintergrund. Das sieht ganz nett aus. Nach Eingabe des Suchbegriffs wird es aber wieder nüchterner. Die Trefferliste ist ähnlich minimalistisch wie bei Google.

Für die Suchanfragen werden ähnliche Kategorien angeboten wie bei der Google-Suche. So kann man zusätzlich zu Informationen im Web, Bilder, Videos, Shopping-Angebote oder Nachrichte finden und sich außerdem Orte im Microsoft-Kartendienst Virtual Earth anzeigen lassen.

Die deutsche Version von Bing gibt es zurzeit nur als Vorabversion. Man kann allerdings leicht auf die amerikanische Suchmaschine wechseln. Dazu muss man nur auf der Startseite das Feld „Extras“ anklicken, dort auf „Einstellungen“ gehen, dann „Englisch“ statt der voreingestellten Sprache „Deutsch“ wählen und die Einstellung speichern.

Die Suchgeschwindigkeit ist zwar ähnlich, die deutsche Version bietet jedoch weniger Suchergebnisse. Im Vergleich mit Google ist Bing zwar deutlich schneller geworden. Aber beim Test mit verschiedenen Suchbegriffen lag Google bei der Relevanz der Suchergebnisse aber immer noch klar vorne.

Bing erkennt allerdings Wörter, die unterschiedliche Bedeutungen haben, und bietet mit einer Liste von Synonymen links neben der Trefferliste die Möglichkeit gezielter weiterzusuchen.

Ob die neuen Features die Internetnutzer überzeugen werden, muss sich zeigen. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen „Gewohnheitstiere“ sind und es äußerst schwierig ist, sie auf ein neues Angebot zu locken – es sei denn, es bittet einen wirklichen Mehrwert. Aber davon ist Bing zurzeit noch weit entfernt. Laut Microsoft-Chef Steve Ballmer sei dies nur ein Anfang. Mal schauen, ob noch mehr möglich sein wird.

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