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Südkoreas Musikindustrie verklagt mehr als 2700 Internetnutzer

dpa SEOUL. Im Kampf gegen Musikpiraterie haben Vertreter der südkoreanischen Musikindustrie mehr als 2700 Internetnutzer verklagt. Die Urheberschutzfirma Nofree Co., die mehr als 60 Musikunternehmen und Rechteverwerter vertritt, wirft ihnen vor, urheberrechtlich geschützte Musik illegal im Internet ausgetauscht zu haben.

Das berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag. Die Klage, die sich auch gegen den größten Internetportal-Betreiber NHN Corp. richtet, wurde am Vortag bei der Staatsanwaltschaft in Seoul eingereicht.

NHN wird beschuldigt, die Forderung der Musikunternehmen zu ignorieren, den Austausch von Dateien mit nicht-lizensierter Musik zu unterbinden. Die illegalen Aktivitäten würden über Weblogs (Internetjournale) erfolgen. „Mit der Klage soll keine finanzielle Entschädigung oder die Schließung einer Website erreicht werden“, teilte Nofree mit. Es solle vielmehr eine Warnung für die Nutzer sein.

Im Januar hatte ein südkoreanisches Berufungsgericht eine Klage der Musikindustrie gegen die Betreiber einer populären Musiktauschbörse abgewiesen. Ihnen wurde vorgeworfen, mit ihrer so genannten Filesharing-Plattform gegen das Urheberrecht verstoßen zu haben. Durch diese Plattformen, die es den Nutzern erlauben, Musik und Filme kostenfrei von einander herunterzuladen, sieht die Industrie seit langem ihre Umsätze gefährdet.

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