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Sun Microsystems hat die Wende geschafft

Der US-Computerhersteller Sun Microsystems Inc. hat nach einem verlustreichen Geschäftsjahr die Wende geschafft. "Die Sonne scheint wieder", sagte der Marketing-Direktor von Sun Deutschland, Martin Häring, der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der US-Computerhersteller Sun Microsystems Inc. hat nach einem verlustreichen Geschäftsjahr die Wende geschafft. "Die Sonne scheint wieder", sagte der Marketing-Direktor von Sun Deutschland, Martin Häring, der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX.

Das Unternehmen hatte für das erste Geschäftsquartal 2004/05 ein ausgeglichenes Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten ausgewiesen. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten mit einem Verlust von drei US-Cent je Anteilsschein gerechnet.

Für das laufende Geschäft zeigt sich Häring zuversichtlich. "Wir rechnen in diesem und im nächsten Jahr mit einem moderaten Wachstum", sagte er. "Gesamtwirtschaftlich gesehen haben wir das Tal der Tränen hinter uns." Sun merke dies vor allem im Umgang mit Kunden aus dem Bereich Telekommunikation. Hier erwartet Häring bis 2006 wieder starkes Kaufinteresse.

Zudem seien die Rechner, die bei den Kunden stehen mittlerweile so alt, dass diese gar nicht mehr anders könnten, als neue zu ordern. "Das Ersatzgeschäft ist sehr hoch", sagte Häring. Zudem sei Sun sukzessive vom Image eines Systemherstellers weggekommen und werde nun von den Kunden als Komplettlösungsanbieter akzeptiert. Deshalb könne das Unternehmen über den Produktmix die Margen halten, auch wenn mehr Niedrigpreis-Server verkauft werden. Vor Sonderkosten ist die Bruttomarge von Sun im abgelaufenen Quartal um 3,3 auf 43,4 Prozent gestiegen.

Sun werde im Jahr 2006 eine neue Prozessortechnologie auf den Markt bringen, mit deren Hilfe sich aus einem Chip die 32-fache Leistung erzielen lässt. Der "Niagara"-Chip enthalte acht Mikroprozessoren (CPU), von denen wiederum jeder vier virtuelle Prozessoren ("Threads") enthält. Dadurch ließen sich vor allem Abwärme und Packungsdichte in Rechenzentren deutlich reduzieren. Für dieselbe Leistung, für die heute rund 5 000 Watt anfielen, würden dann nur noch 54 Watt benötigt.

Noch in diesem Quartal wolle Sun das neue Betriebssystem Solaris zehn vorstellen, das nicht nur auf den Sparc-Prozessoren des Unternehmens optimal laufen soll, sondern auch auf x86. Zudem verspricht Häring vollkommene Linux-Kompatibilität. Dass die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im abgelaufenen Quartal um mehr als 100 Mill. Dollar gesenkt wurden, bedeute nicht, dass Sun nichts mehr in neue Produkte investiere, betonte Häring. Hier zeigten sich vielmehr die Einspareffekte durch die Zusammenarbeit mit dem Chiphersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD) und dem japanischen Technologiekonzern Fujitsu Ltd.

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