Supercomputer

China hat den schnellsten Rechner

China hat sich in der Welt der Supercomputer etabliert. Zum dritten Mal in Folge stellt das Land den mit Abstand schnellsten Rechner der Welt. Deutschland verliert einen Spitzenplatz in der aktuellen Top-500-Liste.
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Der Supercomputer Tianhe-2. Der chinesische Großrechner führt mit großem Vorsprung die Liste der Supercomputer an. Quelle: dpa

Der Supercomputer Tianhe-2. Der chinesische Großrechner führt mit großem Vorsprung die Liste der Supercomputer an.

(Foto: dpa)

LeipzigChina behauptet sich zum dritten Mal in Folge mit einem Supercomputer an der Weltspitze und hält die Konkurrenz weit auf Abstand. Die Anlage „Tianhe-2“ der National University of Defense Technology (NUDT) in Guangzho rangiert auf Platz 1 der am heutigen Montag vorgestellten Liste der Top 500 der Superrechner.

Mit seiner Leistung von 33,86 Petaflops (Billiarden Gleitkomma-Operationen pro Sekunde) ist der chinesische Supercomputer nahezu doppelt so schnell wie die Nummer zwei der Liste: Der US-Rechner „Titan“ arbeitet mit 17,59 Petaflops am Oak Ridge National Laboratory und wird vom US-Energieministerium genutzt.

Vom Z1 zum PC
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Mit ihm fing alles an: Das Foto zeigt Konrad Zuse mit dem Nachbau seines Z1. Das mechanische Rechenwerk sollte Zuse lästige Rechenarbeiten abnehmen, die er für sein Bauingenieurstudium bewältigen musste. Der Z1 gilt als Vorläufer für den späteren Z3, den ersten frei programmierbaren Computer der Welt. Mit gerade einmal 26 Jahren baute Zuse 1936 in einer Berliner Wohnung den Rechner zusammen.

Foto: dpa

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Der Z1, hier im Berliner Technikmuseum zu sehen, füllte noch den Platz eines Doppelbetts und war wegen mechanischer Probleme unzuverlässig. Zusammen mit dem Rechner erfand Zuse die Nutzung des Binärsystems als Grundlage der modernen Informatik. Alternative Ansätze konnten sich nie durchsetzen.

Foto: Wikipedia, Lizenz: GNU FDL

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1941 baute Zuse gemeinsam mit dem Erfinder Helmut Schreyer den Z3, den weltweit ersten funktionsfähigen Digitalrechner, der frei programmierbar war.

Foto: Wikipedia, Lizenz: GNU FDL

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In den USA galt lange der 1944 gebaute ENIAC als weltweit erster Computer. Anders als der Z3 wurde der ENIAC auf komplett elektronischer Basis konstruiert. Statt wie Zuses Rechner und alle modernen Computer arbeitete der ENIAC nicht auf Grundlage des Binärsystems, sondern mit dem Dezimalsystem.

Foto: US Army

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Ab den 1950er Jahren wurden Rechnersysteme auch für erste Unternehmen interessant. 1956 kündigte IBM den 305 RAMAC an, der von 1956 bis 1961 gebaut wurde. Es war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit eigener Festplatte, auf der fünf MegaByte Daten gespeichert werden konnten - deutlich weniger als ein Hundertstel dessen, was heute selbst auf kleinen USB-Sticks gespeichert werden kann. Die Maschine hatte ein Gewicht von einer Tonne.

Foto: US Army

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Waren Computer bis in die 1960er Jahre noch absolute Exoten, so eroberten sie ab den 1970er Jahren zunehmend Betriebe. Eines der populärsten Computermodelle dieser Zeit war die hier abgebildete 16-Bit-Maschine PDP11 von DEC. Sie wurde unter anderem bei der Steuerung von Kraftwerken, Verkehrswegen und Telefonnetzen eingesetzt. Ein offen spezifiziertes einfaches Bus-System ermöglichte Konkurrenzherstellern eigene Peripheriegeräte für den Computer zu bauen, was zur Popularität des Rechners beitrug.

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Die Ära der Supercomputer wurde ebenfalls in den 1970er Jahren eingeläutet. Besondere Bekanntheit erlangte in diesem Zusammenhang die Firma Cray. 1976 entwickelte ein Team unter Seymour Cray den hier abgebildeten Cray-1, den das Los Alamos National Laboratory, ein Forschungsinstitut der US-Regierung, für 8,8 Millionen Dollar kaufte. Insgesamt wurden weltweit etwa 80 Cray-1 verkauft - bei Stückpreisen zwischen fünf und acht Millionen Dollar ein Geschäft, das sich lohnte.

Foto: Wikipedia, Lizenz: CC

Deutschland ist nur noch mit einem Rechner unter den ersten zehn schnellsten Supercomputern der Welt vertreten. Die IBM-Anlage „Juqueen“ am Forschungszentrum Jülich kommt mit einer Leistung von 5 Petaflops erneut auf den achten Platz. Die Forschungsanlage SuperMUC am Leibnitz-Rechenzentrum rutschte dagegen vom 10. auf den 12. Rang.

Europas schnellster Rechner steht in der Schweiz am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano. Die Anlage „Piz Daint“ kommt auf 6,27 Petaflops.

Die USA stellen traditionell unter den „Top 500“ die meisten Supercomputer, diesmal sind es 233 Systeme. Unter den Top Ten sind die Vereinigten Staaten mit insgesamt sechs Supercomputern vertreten. Neben China, der Schweiz und Deutschland belegt auch Japan einen Platz. Der „K computer“ steht am Riken Advanced Institute for Computational Science in Kobe und belegt mit 10,51 Petaflops den vierten Rang.

Gleichauf mit Großbritannien
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