Supercomputer

Hasso-Plattner-Institut nimmt 1000-Kern-Computer in Betrieb

Einen Hochleistungscomputer mit insgesamt 1000 Prozessor-Kernen hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam eingeweiht. Die Anlage soll in der Gen- und Krebsforschung helfen.
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Andreas Polze (l) vom Hasso-Plattner-Institutes (HPI) in Potsdam am neuen 1000-Kerne-Rechner des Instituts. Quelle: dpa

Andreas Polze (l) vom Hasso-Plattner-Institutes (HPI) in Potsdam am neuen 1000-Kerne-Rechner des Instituts.

(Foto: dpa)

Potsdam/BerlinDer neue Supercomputer des HPI besteht aus 25 Einzelcomputern mit jeweils 40 Prozessor-Kernen, die von einem Rechner zentral gesteuert werden, wie ein Institutssprecher am Montag in Potsdam sagte. Zum Vergleich: Herkömmliche Personal Computer haben Prozessoren mit zwei bis vier Kernen.

„Interessant ist das Zusammenwirken von verschiedenen Kernen, die parallel arbeiten“, sagte der Sprecher. Das mache viele Berechnungen wesentlich schneller. Zukünftig könnten mit der Rechenanlage etwa ganze Videos im Internet nach Inhalten besonders schnell durchsucht werden. Außerdem könne die Anlage für die Genforschung oder Krebsforschung eingesetzt werden.

Forscher aus aller Welt dürfen die Datenverarbeitungsanlage über das Internet kostenlos benutzen, kündigte HPI-Direktor Christoph Meinel an. Für Universitäten seien solche Computer meist unerschwinglich. Das HPI hatte bisher eine Rechnerinfrastruktur mit 500 Kernen für Hochleistungsrechenverfahren. Damit waren unter anderen die optimalen Standorte für Windräder in Australien ermittelt worden. Mit dem neuen Rechner erweitert sich die Kapazität auf insgesamt 1500 Kerne.

Weltweit gibt es nach Institutsangaben nur zwei vergleichbare Rechnercluster mit 1000 Kernen in Labors des Software-Konzerns SAP.

  • dpa
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