Tails
Eine Tarnkappe für das Internet

Eine neue Software soll Internetusern Surfen im Netz ohne Beobachtung ermöglichen. Die Software Tails schützt den Rechner im Netz vor neugierigen Blicken und stattet den Rechner mit Gedächtnisverlust aus.
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FrankfurtWer im Internet surft, steht heutzutage unter Dauerbeobachtung. Alle möchten wissen: Wer bist du, woher kommst du, wohin gehst du, was sind deine Interessen und Vorlieben? Diese Daten werden ständig registriert und gesammelt, von der Anfrage bei der bevorzugten Suchmaschine, auf der Website, die man besucht, bis zur E-Mail. Interessenten gibt es viele, von der Werbeindustrie bis zu den Sicherheitsbehörden. Wer beim Surfen im Internet seine Privatsphäre schützen will, der kann das unter anderem mit dem jetzt in einer neuen Version erschienenen Live-System Tails machen.

Tails steht für The Amnesic Incognito Live System und ist eines der Angebote von Tor. Tor (The Onino Routing) ist ein durch Spenden finanziertes Projekt, das ein Netzwerk von Servern zur Anonymisierung des Datenverkehrs unterhält. Den Zugang stellt eine Software her, die sich jeder von der Tor-Website herunterladen kann. Es gibt sie für Windows-, Mac- und Linux-Rechner.

Tails, was man als unidentifizierbares und unter Gedächtnisschwund leidendes Betriebssystem übersetzen könnte, zeigt schon im Namen, was es leisten möchte. Es stellt eine Verbindung ins Internet grundsätzlich immer über Tor her. Als Suchmaschine ist zudem Ixquick Standard. Diese Meta-Suchmaschine speichert weder die Daten der Nutzer, noch werden sie abgerufen. An Sicherheitssoftware sind unter anderem auch noch Werkzeuge zur Verschlüsselung und eine virtuelle Tastatur mit an Bord.

Der Rechner leidet unter Gedächtnisschwund

Man kann dann im Internet surfen, ohne seine Identität über die IP-Adresse des Rechners preiszugeben, mit dem gerade im Netz unterwegs ist. Und wenn man den Rechner wieder herunterfährt, kann er sich an nichts mehr erinnern. Tails nutzt nur den Arbeitsspeicher des Rechners, der beim Herunterfahren des Rechners automatisch gelöscht wird. Beim nächsten Boot-Vorgang startet der Computer dann sein installiertes Standardbetriebssystem. Ein Vorteil dieses Live-Systems ist auch, dass Schad- oder Spionageprogramme, die vielleicht auf dem Rechner sind, mit dem man Tails benutzt, keine Chance haben, aktiv zu werden.

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Verteidigung gegen repressive Systeme

Kommentare zu " Tails: Eine Tarnkappe für das Internet"

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  • "Im Internet gibt es Kriminelle und der wichtigste zu vor ihnen ist Anonymität!"

    übs verschrieben. Im Internet gibt es Kriminalität und der wichtigste Schutz vor ihnen ist die Anonymität. In übrigen China ist in Sachen Internet Überwachung auf Platz 1 und nicht nur da, sonder auch in Sachen Internet Raubkopien und Angriffe auf Computer und Spionage. Das Klappt ja super mit der Internt Überachung

  • @Heiko2012 @Mazi warum sehe ich bei deinen Kommentar nicht deinen Echten namen und Anschrift mit Telefon Nummer damit jeder den deine Meinung nicht Gefältelt dich sofort Privat aufsuchen! Wir haben Anonyme Wahlen warum die nicht gleich mit Abschaffe. Oder Anonyme Meinungsumfragen auch gleich abschaffen. Den Anonymität ist ja nur für Kriminelle gut. Und ehe ich es vergesse bitte eure Kinder sollen nicht anonym Surfen! damit Pädophile sich ihre Opfer aussuchen können, Und auch für Vergewaltiger sehr Sinn voll damit sie prüfen könne ob ihr Opfer im Internet nach Hilfe sucht. Denn dann ist schnelles einschüchtern gefragt bevor es noch auf die Idee kommt zu Polizei zu gehen.

    Im Internet gibt es Kriminelle und der wichtigste zu vor ihnen ist Anonymität!

  • "Sich beim Surven zu Verstecken, hat aber meistens nur für denjenigen Sinn, der was schräges, unseriöses oder kriminelles vorhat."

    Sie sind aber ganz schön naiv. Was glauben Sie denn weshalb der Verfassungsschutz damals und nochmals wieder oder damals die STASI die Unterlagen schredderte?

    Schalten Sie doch mal das Gehirn ein!

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