Tarifstreit bei der Bahn
Hacker verbreiten Falschmeldung zum Streikende

Hacker haben die Internetseite der Lokführergewerkschaft GDL geknackt und eine "Einigung auf dem kurzen Dienstweg" verkündet. Doch die vermeintliche Einigung hat sich als schlechter Scherz erwiesen und beschert der Gewerkschaft jetzt jede Menge Arbeit.

HB BERLIN. Eine auf der Internetseite der Lokführergewerkschaft GDL verkündete Einigung im Tarifstreit mit der Bahn hat sich als schlechter Scherz entpuppt. „Vergessen Sie es! Das war ein Hacker. Wir bemühen uns gerade, das von der Seite zu entfernen“, sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am Mittwochmorgen der Agentur Reuters.

Unter der Rubrik „aktuelle Meldungen“ vom 10. Oktober hieß es in der gefälschten Presseerklärung, die Kontrahenten hätten „auf dem kurzen Dienstweg“ zueinander gefunden. Sie schloss mit dem Satz: „Weitere Warnstreiks wird es auf keinen Fall geben.“ Die angebliche GDL-Pressemitteilung passte optisch bestens zum Internetauftritt der Gewerkschaft, die ab Donnerstag den Regional- und Nahverkehr lahmlegen will, um ihrer Forderung nach 31 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Die GDL entfernte die gefälschte Erklärung nach kurzer Zeit von ihrer Website. Auch die Deutsche Bahn widersprach umgehend der Darstellung, es gebe ein Einigung. „Nein“, beantwortete ein Sprecher auf eine entsprechende Frage.

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