Tauschbörsen im Internet
US-Musikindustrie erleidet Niederlage gegen Musikpiraten

Der Dachverband der US-Plattenindustrie ist mit einer Klage gegen zwei Universitäten gescheitert. Die Hochschulen hatten sich geweigert, die Namen von Studenten zu nennen, die über den Unizugang im Internet Musikstücke austauschten.

HB/dpa WASHINGTON. Die US-Musikindustrie hat in ihrem Kampf gegen die Musikpiraterie im Internet eine Niederlage vor Gericht erlitten. Wie das „Wall Street Journal“ am Montag berichtete, müssen zwei Universitäten im Bundesstaat Massachusetts der Musikindustrie nicht die Namen von Studenten nennen, die den Uni-Internetzugang nutzten, um Songs im weltweiten Datennetz auszutauschen. Das habe ein Gericht entschieden.

Die beiden Universitäten hatten sich gegen die gerichtliche Aufforderung des Dachverbandes der US-Plattenindustrie (RIAA) nach Herausgabe der Identitäten gewehrt, hieß es in dem Bericht weiter. Mehr als 1000 gerichtliche Vorladungen habe die RIAA im gesamten Land an verschiedene Internet-Anbieter geschickt. Damit soll eine Welle von Prozessen gegen Tauschbörsen im Internet vorbereitet werden, die bei den Plattenfirmen zunehmend für empfindliche Umsatzausfälle sorgen. In den kommenden Wochen plane die RIAA hunderte von Prozessen gegen Musikpiraten, hieß es in dem Bericht weiter.

Wie die „New York Times“ berichtete, haben unterdessen mehr als 100 Internet-Provider einen offenen Brief an die RIAA verfasst, den sie am Montag übergeben wollten. Darin warnten die Internet-Anbieter die Plattenindustrie davor, sie in die Rolle einer „Internet- Polizei“ zu drängen. Auch weitere Internet-Anbieter seien mittlerweile gegen den Auskunftsanspruch der RIAA vor Gericht gezogen.

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