Technik-Lexikon zur Internationalen Funkausstellung
Von ATM bis WSS

Mit der Verbreitung digitaler Elektronik kommen immer mehr Fachbegriffe auf die Verbraucher zu. Wissen Sie wofür EPG oder HDCP stehen? Die wichtigsten Begriffe zur Internationalen Funkausstellung (IFA) werden in diesem Technik-Lexikon erklärt:

AACS (Advanced Access Content System): Ein neues System zur Rechteverwaltung, das zum Beispiel bei den DVD-Nachfolgeformaten an Stelle des von Hackern geknackten Vorgängers CSS (Content Scrambling System) eingesetzt werden soll. AACS soll unerlaubte Kopien durch ein digitales Rechtemanagement verhindern. Zugleich ist es mit Erlaubnis des Urheberrechte-Inhabers auch möglich, begrenzt private Kopien zu erstellen und Inhalte in einem Netzwerk zu versenden. Kritiker prangern an, dass AACS der Unterhaltungsindustrie zuviel Macht über die Nutzung der Aufnahmen gebe.

Artefakte: So werden Bildfehler genannt, die bei der Verarbeitung komprimierter Daten entstehen. Dabei tauchen meist kleine Klötzchen im Bild auf. Kann es auch beim Abspielen einer DVD geben oder beim DVB-T-Empfang, wenn der Datentransport kurzzeitig abreißt.

ATM (Asynchronous Transfer Mode): Übertragungsstandard für Breitband-Netze. Daten (Audio, Text, Video) werden in sehr kleine, gleich große Datenpakete zerlegt und zum Empfänger geschickt. Die konstante Größe der Datenpäckchen gewährleistet, dass kein Paket eine Netzwerkleitung verstopfen kann.

Auflösung: Ist ein Maß für die Detailerkennung. Digitale Bilder setzen sich aus vielen Einzelpunkten zusammen. Je höher die Zahl der Bildpunkte, desto höher die Auflösung. Die immer größer werdenden Fernsehschirme machen auch eine höhere Auflösung notwendig, um noch ein klares Bild zu bekommen. So hat der neue - hochauflösende - Fernsehstandard HDTV eine Auflösung von bis zu 1920 mal 1080 Punkten, während zum Beispiel das bisherige PAL-Format auf 720 mal 576 Punkte kommt.

Bluetooth: Standard für drahtlose Datenübertragung auf eine Entfernung von bis zu zehn Metern. Im Gegensatz zur Infrarot-Übertragung ist bei Bluetooth keine Sichtnähe zwischen den Geräten nötig.

Breitbild: Bildschirm-Format moderner Fernseher im Seiten- Verhältnis 16:9. Die größere Breite passt sich dem natürlichen Sichtfeld des Menschen besser an. Das Format soll sich nach dem Willen der Hersteller nun als Standard durchsetzen.

Decoder: Ein Gerät, das verschlüsselt gesendete Datensignale wieder entschlüsselt und lesbar macht.

Dolby Digital: Digitales Mehrkanaltonsystem, das für Filme oder auf DVDs, teilweise auch in Fernsehsendungen verwendet wird. Dolby Digital arbeitet über sechs Tonkanäle: einer ist für Basseffekte reserviert, die übrigen fünf sorgen für räumlichen Klang.

DSL (Digital Subscriber Line): Sammelbegriff für eine Technologie zum Transport großer Datenmengen über Kupferleitungen (Telefonleitungen). Das in Deutschland genutzte ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) ermöglicht für Downloads Geschwindigkeiten von derzeit bis zu 25 Megabit pro Sekunde. Die Telekom will in ihrem neuen Glasfasernetz VDSL bis zu 50 MBit/Sekunde erreichen.

DVB (Digital Video Broadcasting): Europäischer Standard zur Übertragung digitaler Fernsehdaten über Satellit (DVB-S), terrestrisch über Antenne (DVB-T) oder Kabel (DVB-C). Im Aufbau ist auch DVB-H (Handy) für Fernsehempfang auf Mobiltelefonen. Bis 2010 sollen sämtliche Fernsehsignale in Deutschland digital übertragen werden.

DVD (Digital Versatile Disc oder Digital Video Disc): Die DVD hatte vor einigen Jahren mit großem Erfolg die Videokassette abgelöst, inzwischen arbeiten die Hersteller schon an ihren Nachfolgern HD-DVD und Blu-ray. Auch heute können sich die Hersteller nicht auf einen gemeinsamen Standard einigen. Die verschiedenen Formate der DVD (DVD+RW, DVD-RW und DVD-RAM) werden jedoch inzwischen von den meisten Abspielgeräten problemlos gelesen.

DVI (Digital Video Interface): Digitale Schnittstelle für Videosignale. Der Ton wird dabei über einen extra Eingang übertragen. Die hochauflösenden (HD) Formate setzen allerdings auf den neuen Eingang HDMI.

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