Technikmesse: Cebit schrumpft sich gesund

Technikmesse
Cebit schrumpft sich gesund

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Denn trotz der Absagen zahlreicher großer IT-Anbieter schätzen nach wie vor viele Unternehmen die Technikmesse Cebit. "Nirgendwo kommen so viele Menschen aus dem IT-Umfeld zusammen wie in Hannover. Die Messe ist deshalb sehr nützlich, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen", sagt Joseph Reger, Technikvorstand von Fujitsu Siemens Computers (FSC).

MÜNCHEN. Reger steht mit seiner Meinung nicht alleine da. Für viele Unternehmen ist die Ausstellung, die zuletzt oft kritisiert wurde, eine wichtige Veranstaltung. "Die Cebit bringt uns Umsatzschübe, die das ganze Jahr über relevant sind", sagt Hans Schmidt. -Heinrich Der Manager ist beim US-Konzern IBM verantwortlich für Veranstaltungen.

Der IT-Riese steckt Millionen in seinen Auftritt auf der Cebit, um sich Kunden aus der ganzen Welt zu präsentieren. Knapp 1000 IBM-Mitarbeiter werden auch dieses Jahr während der Messewoche vom 15. bis 21. März in Hannover sein.

Nicht viel anders bewertet Intel die Veranstaltung. "Die Cebit ist für uns eine wichtige Plattform", so Hannes Schwaderer, Deutschland-Chef des weltgrößten Chipherstellers. Im Gegensatz zu IBM richtet sich das amerikanische Unternehmen aber nicht ausschließlich an Geschäftskunden, sondern auch an Privatleute.

So liegt einer der Schwerpunkte der Intel-Präsentation dieses Jahr auf Computerspielen. In diesem Bereich werden besonders leistungsfähige Prozessoren gebraucht, wie sie Intel herstellt. Schwaderer: "Wir suchen in Hannover den Dialog mit den Endkunden."

Nicht alle IT-Konzerne sehen die Cebit aber so positiv. Im Gegenteil: Mit Hewlett-Packard und Dell fehlen die zwei größten Computerhersteller der Welt. Auch Chipproduzenten wie Infineon aus München, die früher auf der Cebit vertreten waren, sind längst nicht mehr dabei. "Auf der Cebit treffen wir nicht die Leute, die uns interessieren", kritisiert auch Klaus Blaschke, Deutschlandchef des amerikanischen Softwareherstellers Borland. "Wir konzentrieren uns stattdessen auf unsere eigenen Veranstaltungen, die wir regelmäßig an vielen Orten in Deutschland haben."

So rutscht die Zahl der Aussteller 2007 auf etwa 6000 nach knapp 6200 im vergangenen Jahr. Bereits 2006 ist die Besucherzahl um etwa zehn Prozent auf 434 000 gesunken. Das sind rund 400 000 Leute weniger als im Rekordjahr 2001.

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