Technologie-Festival SXSW: Das Woodstock der Technologie

Technologie-Festival SXSW
Das Woodstock der Technologie

Das Technologiefestival „South by South West“ in Austin beginnt diesen Freitag – und die Botschaft ist klar: Ohne Technologie geht gar nichts mehr.

AustinEs ist genau 30 Jahre her, als ein kleines Musikfestival mit dem Namen „South by Southwest“ ein paar Hundert Besucher nach Austin lockte. Die Stadt im US-Bundesstaat Texas ist für ihre Musik-Kneipen und ihre bunten Cafés bekannt. Wer in Austin lebt, weiß, wie man gute Partys feiert. Das Festival hat über die Jahre immer mehr Besucher angezogen, nahm neben Musik auch Filme und Technologie ins Programm auf, und ist heute eines der wichtigsten Treffen für Technologie und Kultur überhaupt.

Mehr als 80.000 Besucher werden ab Freitag in die Stadt strömen, die gut eine Million Einwohner zählt. Hier werden Innovationen präsentiert, die in ein paar Jahren eine breite Masse erreichen werden. Hier werden Deals geschlossen und Kontakte geknüpft. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter wurde einst auf diesem Festival entdeckt.

Wie wichtig das Festival für die Innovationskraft des Landes geworden ist, zeigt ein Blick auf die erste große Keynote-Rede des Tages: US-Präsident Barack Obama kommt nach Austin, um über die Bedeutung von Innovationen zu sprechen, und Tech-Talente für gesellschaftliches Engagement zu begeistern. First Lady Michelle wird ein paar Tage später eine Rede halten. Es ist das erste Mal, dass ein Präsident die Messe besucht. Doch der Zeitpunkt könnte kaum besser sein: Das Jubiläumsjahr der SXSW ist auch ein Wahlkampfjahr, in dem Technologie so wichtig ist für die Jagd nach Wählerstimmen wie nie zuvor.

Politik ist eines der großen Themen in Austin. „Robo-Präsident: Politik in einer algorithmischen Welt“ heißt ein Panel, bei dem Experten der Microsoft-Ideenschmiede Fuse Labs mit Wissenschaftlern diskutieren, wie sich intelligente Computersysteme auf die Gesellschaft und die Wahlen auswirken. Bei „Big Data wird den nächsten Präsidenten wählen“ geht es um die Taktik, via Facebook, Twitter und andere Kanäle so viele Informationen über die Wähler zu sammeln wie möglich. Eine Strategie, die sich Hillary Clinton, die Spitzenkandidatin der Demokraten, ebenso zu Eigen macht wie der Republikaner Ted Cruz.

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