Teenager riskieren Sicherheit
Manche Downloads killen PCs

Fachleute raten allen Eltern, die Internet-Aktivitäten ihrer Kinder genau im Auge zu behalten. Scheinbar kostenlose Inhalte können den Familien-PC schnell verseuchen.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie von McAfee zeigt, das europäische Jugendliche die Sicherheit ihres PC riskieren, nur um an kostenlose Inhalte zu gelangen. Als besonders gefährlich gilt die Ferienzeit, weil Teenager dann dazu neigen, viel Zeit Online zu verbringen.

Im Rahmen der Studie wurden Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren aus sechs europäischen Ländern befragt. Dabei stellte sich heraus, dass 40 Prozent der Befragten sich nicht für die Risiken interessieren, die beim Download von Musik oder Videos entstehen. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen gaben an, Peer-to-Peer-Programme wie Kazaa oder Limewire zu nutzen, um an illegalen Content zu kommen. Allerdings gelten die Inhalte, die über diese Quellen bezogen werden, als Schleudern für Viren und andere Bedrohungen. Die Jugendlichen aus den Niederlanden sind mit 52 Prozent im Internet am sorglosesten. Sie gelten außerdem als Europas größte Filesharer. Fast drei Viertel nutzen regelmäßig P2P-Netze, um illegale Inhalte auszutauschen. Auf der anderen Seite laden nur 15 Prozent ihren digitalen Content von gesicherten Online-Shops wie I-Tunes oder Musicload.

Die Ergebnisse der Studie brachten zudem eine weit verbreitete Apathie und Ignoranz gegenüber den Gefahren zu Tage, denen die Jugendlichen ihre eigenen wertvollen Daten, wie Musik und Photos aussetzen, indem sie ihre Rechner für Cyberkriminelle öffnen. So sind sich 46 Prozent der Befragten noch nicht einmal im Klaren darüber, dass eine Sicherheitslücke zu einem Verlust sämtlicher digital archivierter Daten - einschließlich Musik- und Fotodateien - führen kann. Fast der Hälfte der Befragten ist unbekannt, dass Cyber-Kriminelle ihre Rechner übernehmen und zum Versenden von Spam nutzen könnten. Immerhin noch ein Drittel weiß nicht, dass Hacker ihre persönlichen Informationen stehlen können. Ein Viertel der deutschen Teenager hat bereits persönliche Details in Internet-Chatrooms veröffentlicht.

Ein Viertel der Befragten verschwendet beim Surfen keinen Gedanken an Internetsicherheit. Weit über einem Dritten der europäischen Teenager überprüfen heruntergeladene Dateien oder Email-Anhänge vor dem Öffnen nicht auf Viren oder andere Bedrohungen.

Knapp ein Drittel der Befragten aktualisiert zudem die installierte Sicherheitssoftware nur selten. Für den Rest der Benutzer in der Familie ist diese Tatsache besonders bedenklich, da immerhin 21 Prozent dieser Jugendlichen intern die Aufgabe übernommen haben, die Familien-PCs abzusichern.

"Eltern müssen sich über die potentiellen Risiken der Online-Aktivitäten ihrer Kinder informieren, egal, ob es sich dabei um verlorene oder gestohlene persönliche Daten oder um ihre eigene Sicherheit im Online-Bereich handelt. Darüber hinaus müssen sie ihren Kindern zeigen, wie sie das Internet verantwortungsbewusst und vorsichtig nutzen können", warnt Isabell Unseld, PR Manager CEWE bei McAfee.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%